Zwischen fremden Zeilen #2: Blogger-Brunch-Edition die Zweite

Hallo, ihr Lieben!

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den ersten Beitrag zu Zwischen fremden Zeilen. Da wir nicht nur zu viert brunchen waren, folgt nun Teil 2 der Blogger-Brunch-Edition. Vermutlich ist die Lektüre jetzt nicht mehr ganz aktuell, aber vielleicht interessiert es euch ja trotzdem. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht – aber wie sollte es auch anders sein, wenn man mit so wundervollen Menschen über Bücher und das schönste Hobby der Welt sprechen kann.

Sandra von Piglet and her Books und Sandy von BlackTeaBooks

… die beiden Chewbaccas lesen “Star Wars – Lebensschuld: Nachspiel” von Chuck Wendig

Star Wars! Woo! Wie witzig, dass ihr beide das gleiche Buch lest. Sandy, du bist schon fast durch und Sandra, du bist noch so ziemlich am Anfang.

Sandra: Ja, ich bin echt noch ziemlich am Anfang.

Okay. Sandy, wie gefällt es dir bisher?

Sandy: Also, für mich war’s ne ziemliche Achterbahn, ehrlich gesagt. Weil ich am Anfang – der Klappentext ist ja auf Han Solo fokussiert. Es geht aber am Anfang gar nicht um Han Solo, sondern um die, um die es halt im ersten Band ging. Um die alte Crew sozusagen. Und Han Solo kommt dann erst dazu. Deswegen war ich ein bisschen verwirrt, aber sobald ich dann drinnen war, fand ich’s richtig cool und das ist natürlich wieder Star-Wars-Universum und einfach schön wieder da zu sein.

Und Sandra, bist du schon so weit drin, dass du es auch gut findest? Oder noch nicht so?

Sandra: Ja, also ich hatte tatsächlich kurz Angst, dass die alte Crew nicht aufgegriffen wird und bin jetzt grade froh, dass die alte Crew wieder mit dabei ist. Ich freue mich aber auch auf den Part mit Han Solo und Chewbacca. Und das ist was, was ich an Chuck Wendig halt so mag, dass er – ja, es gibt nicht nur einen Haupterzählungsstrang, sondern es werden echt beide oder mehrere Stränge erzählt, die dann irgendwo ineinandergreifen, die aber gleich wichtig sind.

Dafür muss man den ersten Teil dann ja schon gelesen haben.

Sandra: Ja, man muss zumindest grob wissen, worum es geht im ersten Teil. Ja, ich denke, das ist schon ganz gut. Aber es macht schon wieder Spaß! Und es war halt so: Das erste Kapitel spielt auf Jakku und man ist halt sofort so: “Oh mein Gott! Wie das jetzt zusammenhängt mit all den anderen Filmen!”, und das macht halt echt –

Sandy: Man kann es sich auch wieder total vorstellen! Ich seh es immer wie den Film im Kopf, obwohl es den ja gar nicht gibt. Das ist genial.

Ja, das war bei mir auch so bei Lost Stars! Und du wusstest immer genau, wann Episode III, wann Episode IV quasi im Buch stattfinden.

Sandra: Ja, genau. Das macht dann echt Spaß. Ich finde Chuck Wendig hat mit seiner Trilogie – ich mein, es kommt jetzt noch der dritte Band – hat aber ein gutes Stück Star-Wars-Geschichte geschrieben.

Man sollte Star Wars dafür dann auch schon kennen.

Sandra: Man sollte schon wissen, wer wer ist, ja.

Sandy: Also Star Wars an sich schon. Also ich würde so weit gehen und sagen, den ersten Teil muss man nicht unbedingt kennen.

Sandra: Ne, also man muss nicht.

Sandy: Es hilft zwar und man kann vielleicht viele Zusammenhänge sehen, aber die Story an sich ist ja losgelöst davon, was da vorher passiert ist, und von daher … Bei einem zum Beispiel dachte ich: “Wer ist das denn?” Den Charakter hatte ich einfach schon wieder total vergessen. Ich vergesse auch immer seinen Namen.

Sandra: Man kann ja zur Not mal bei den vielen Star-Wars-Charakteren im Jedipedia nachgucken.

Bei solchen Wikipedia-Dingern hab ich immer Angst, dass man gespoilert wird.

Sandra: Ne, ich lass mir immer nur die Bilder anzeigen.

Sandy: Wenn du weiter runterscrollst, wirst du gespoilert.

Sandra: Ja, das darfst du nicht machen. Aber manchmal hilft es, wenn du nur das Bild siehst und dann weißt du wieder, wer das war. Am Anfang des Buches kommt jetzt auch ein Charakter, der – denke ich – der Vater von einem Charakter aus Episode VII ist, und das ist halt schon so –

Sandy: Ich glaube, du hast noch ein paar Überraschungen vor dir!

Sandra: Es macht auf jeden Fall mega Spaß!

Sandy: Ja, finde ich auch!

Luise von Cook Bake Book

… liest gerade “Meine vielseitigen Geliebten” von Jacques Bonnet

Bei dir bin ich jetzt sehr gespannt, weil ich’s mir eben durchgelesen hab und – ist das Fiktion? Oder ist das eher ein Sachbuch?

Ne, es ist tatsächlich ein Sachbuch. Aber es ist ja auch sehr kurz, als es liest sich auch ganz gut, denke ich. Ich hab bisher nur das erste Kapitel gelesen und bin mal sehr gespannt, wohin es noch geht.

Okay, und dann geht es darum, wie man Ordnung in sein Bücherregal bringt?

Also, der Autor schreibt da praktisch von sich selbst, dieser Jacques Bonnet. Und er erzählt praktisch, wie er sozusagen mit seinen Büchern umgeht. Also, wie er überhaupt zu so einer großen Sammlung kommt und wahrscheinlich dann auch, wie man sie ordnet.

Und er hat wirklich so viele Bücher? Wie viel waren das, 40.000 oder so?

“Mehrere Zehntausend”, genau. Ich glaube, am Anfang hieß es jetzt irgendwie 20.000 oder so. Ich stell’s mir echt ein bisschen sehr viel vor.

Da fühlt man sich selbst gar nicht mehr so schlecht mit seinem Stapel.

Ich glaub, ich muss ihn mal googlen und rausfinden, ob das wirklich so ist. Aber ja, er scheint echt sehr biblioman zu sein.

Liest er die auch alle oder sammelt er die nur?

Ich glaube, er liest tatsächlich auch nen Großteil davon. In dem ersten Kapitel ging’s jetzt schon so ein bisschen darum, dass er da auch zum Beispiel dieses Vollständigkeitsgefühl haben möchte. Also, wenn er irgendwie einen Autor entdeckt, möchte er alles von dem Autor haben oder wenn er ein Thema toll findet, möchte er alles zu dem Thema haben. Dadurch häufen sich die Bücher ja auch schnell an.

Ich fühle mich plötzlich viel, viel besser mit meinem SuB.

Ja, ich mich auch!

Für dich als Bibliothekarin ist das bestimmt nochmal interessanter.

Ja, ich bin echt gespannt, wie er das dann versucht zu ordnen. Also, ich stelle mir das unglaublich schwierig vor, wenn du Zehntausend Bücher in deiner Wohnung hast. Und du hast ja auch nicht diese Regale wie in der Bibliothek zum Beispiel, wo die alle in einer Reihe stehen und du sagen kannst: “Okay, ich fange jetzt da mit dem Autor an und da mit dem Thema”, sondern du hast es ja irgendwie in der Wohnung verteilt. Und er schrieb am Anfang auch, er hatte zum Beispiel mal ein Badezimmer, wo er praktisch Bücherregale drinstehen hatte. Dann ging halt Duschen nur bei geöffnetem Fenster, weil die Feuchtigkeit sonst an die Bücher rankommt.

Klar, wenn du eine normale Wohnung hast und du hast so viele Bücher …

Da ist auch jeder Umzug dann irgendwann hinfällig.

Da kannst du dann einfach nicht mehr umziehen. Ich bin sehr gespannt, was du dann dazu sagst,
wenn du es fertig hast.

Ja, ich auch. Es ist auch ein Rezensionsexemplar, also folgt die Rezension dann noch bald.

Julia von Julias Lesewelten

… liest gerade “Vier Farben der Magie” von V. E. Schwab

Sooo … eine meiner liebsten Autorinnen!

Ja, ich hab’s mir auch wegen dir gekauft.

Echt?

Ja, weil –

Wenn du es jetzt hasst, hab ich ein Problem.

Du hast es mal irgendwann vorgestellt. Und deswegen dachte ich “Aw, ich muss das auch haben”.

Ich hoffe, es gefällt dir. Den zweiten Teil können wir dann zusammen lesen!

Wenn er dann schon in Deutsch draußen ist. Ansonsten versuch ich’s in Englisch.

Ach bestimmt, die übersetzen ja schnell. Wie weit bist du denn schon?

Ich bin … Seite 40.

Bist du gut reingekommen?

Jaaa, sehr gut! Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ich hab gestern in der Bahn angefangen und wollte auch weiterlesen, aber dann hab ich leider ‘ne Serie geguckt. Aber heute Morgen in der Bahn hab ich jetzt bis hierher gelesen und fand’s wieder so schön, ich möchte unbedingt weiterlesen.

Wer kam alles schon vor?

Kell halt, der Protagonist. Und dann hab ich den alten König George, den jungen … dann kam jetzt eine Figur vor, die – diese Sammler, die Enthusiasten. Da kam gerade so ein Enthusiast und der wollte unbedingt Magie und Erde, um Magie auszuüben. Und das war gerade, dass dieser Sammler kam. Und jetzt geht Kell gerade nachhause und sein tag ist vorbei. Ich finde das mit der Blutmagie und den Welten so toll. Und das geilste an ihm ist sein Umhang!

JA!

Dass der nicht eine Seite hat, sondern mehrere und er ihn immer wenden kann. Ich will auch so was haben.

Victoria E. Schwab will das auch unbedingt und die kauft sich immer richtig viele Mäntel.

Ich finde den auch richtig gut. Und deswegen hab ich auch ‘nen neuen Mantel.

Wegen Kell?

Ja, das fand ich halt so richtig gut. Und auch ein bisschen wegen Harry Potter.

Und es spielt in London, das ist auch so toll.

Ja, ich find die Idee mit diesen verschiedenen Londons ziemlich gut. Rotes London, graues London, weißes London und ein schwarzes – ich weiß nur noch nicht, was das schwarze ist. Ich hab mir den Klappentext nicht hinten durchgelesen.

Ja, würde ich auch nicht machen.

Ich hab nur das Cover gesehen und das von deinem englischen und dachte so: “Du musst es haben!” Alles wegen Anabelle.

Daran bin ich gerne schuld.

4 Comments

  1. 5. Juni 2017 / 12:20

    Daran bist du gerne schuld. Haha, das kann ich mir gut vorstellen ^^ Und der zweite Teil zu “Zwischen fremden Zeilen” hat mir auch super gut gefallen! 🙂 “Vier Farben der Magie” steht noch bei mir ungelesen im Regal, kommt aber (ich versprech’s!!) sehr bald dran!

    LG
    Hanna

    • Anabelle 5. Juni 2017 / 12:22

      Juchuuuu! Ich kann mir vorstellen, dass es dir auch richtig gut gefällt. 🙂

      Liebste Grüße
      Anabelle

  2. 6. Juni 2017 / 10:47

    Haha 😀 Richtig cool!
    Ich bin ganz fasziniert von dieser Beitragsreihe.
    Aber auch ein wenig verwirrt, bezogen auf die Star Wars Bücher.
    Es ist so. Ich kenne ein paar Filme, muss bald endlich mal den Rest anschauen.
    Wie ist das mit den Büchern? Lost Stars ist der erste, der Band den die beiden Mädels lesen der 2.?
    Hab ich das richtig verstanden?

    Liebe Grüße,
    Nicci

    • Anabelle 7. Juni 2017 / 17:06

      Liebe Nicci,

      der erste Band der Trilogie heißt “Nachspiel”. “Lebensschuld” ist Nummer 2. “Lost Stars” (auf Deutsch “Verlorene Welten”) spielt auch im Star-Wars-Universum, ist allerdings nicht von Chuck Wendig, sondern von Claudia Gray und behandelt noch einmal eine ganz andere Truppe. 🙂

      Mir persönlich hat Lost Stars unglaublich gut gefallen. Mit Chuck Wendigs Schreibstil bin ich nicht sooo sehr warm geworden, aber vielleicht gebe ich dem Ganzen noch einmal eine Chance.

      Liebe Grüße
      Anabelle

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