The Perfect – Patricia Schröder

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Auf einen Blick

Titel: The Perfect: Wie weit gehst du für deinen Erfolg?*
Autorin: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath Verlag
Erschienen: Januar 2016
Seiten: 416
Preis: 17,99€ (gebunden mit Schutzumschlag)


Inhalt

Adam C. Oulay sucht DICH!
‘Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl
und deinen Geschäftssinn mit mir –
und vielleicht sogar noch mehr …
BEWIRB DICH JETZT!’

Wie weit würdest du für deinen Erfolg gehen?
Wärest du bereit, ALLES zu tun,
um dieses Casting zu gewinnen?
Auch wenn du niemandem trauen kannst,
außer deiner besten Freundin?
Selbst dann, wenn euer beider Leben in Gefahr wäre?
Es könnte DIE Chance sein – für eine von euch.
Oder aber der Weg in die Hölle …

Das neue Buch der Heldin meiner Kindheit

Wie habe ich die Bücher von Patricia Schröder als Kind geliebt! Die HeXGirls und Beste Freundin, blöde Kuh! habe ich etliche Male gelesen und gehofft, lahme Getränke in Cola verwandeln zu können – das konnten die Hexen nämlich. Als ich dann bei LovelyBooks entdeckt habe, dass es ein neues Jugendbuch der Autorin gibt, musste ich mich gleich für die Leserunde bewerben. Und ich habe sogar ein Exemplar bekommen – vielen, vielen Dank an dieser Stelle! Ich war also ganz gespannt, ob mich die Bücher der Autorin auch im “Erwachsenenalter” noch mitreißen können.

Patricia Schröder hat alle Charaktere sehr detailliert ausgearbeitet und ihnen allen einen eigenen, lebendig wirkenden Charakter verliehen. Besonders Protagonistin Jazz ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sie ist ein liebenswürdiger Charakter und ihre Freundschaft zu Leena, die sie überhaupt erst dazu bringt am Casting teilzunehmen, ist etwas ganz Besonderes. Die Freundschaft ist für mich ein Highlight der Geschichte gewesen, da Leena und Jazz auf den ersten Blick so unterschiedlich sind und doch perfekt zusammen passen. Das liegt wohl vor allem daran, dass beide sich füreinander aufopfern und sich bewusst sind, wie viel sie am anderen haben. Natürlich fehlt auch in The Perfect die “richtige” Liebesgeschichte nicht, sie drängt sich aber nicht in den Vordergrund. Die Geschichte wäre auch ohne sie noch wahnsinnig spannend, was ein großes Plus für mich ist.
An Jazz hat mir außerdem gefallen, dass sie nicht die typische Jugendbuchheldin war. Natürlich wurde sie oft von Emotionen zu Handlungen verleitet, doch sie bewies auch, dass sie ihren Verstand nutzen und sehr erwachsen handeln kann. So traurig das klingt – das war erfrischend abwechselnd. Dabei hätte ich es gerade bei der Casting-Thematik gar nicht erwartet.

Generell hat mir gefallen, was die Autorin aus der Thematik herausgeholt hat. Ich habe mit einem seichten Jugendbuch à la Germany’s Next Topmodel gerechnet und so viel mehr bekommen! Patricia Schröder öffnet ihren Lesern die Augen für etwas, das eigentlich so offensichtlich sein sollte: Unsere Daten, die wir (wissentlich oder unwissentlich) ins Netz schleudern, können gegen uns verwendet werden. Neben einfacher Unterhaltung brachte das Buch also auch noch einmal zum Nachdenken und zeigte auf, wie leichtfertig wir eigentlich Informationen preisgeben.

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Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, da der Roman sich zwar der Jugendsprache bedient hat, jedoch Jazz’ komplexe Gedanken auch mit den dafür passenden Worten auszudrücken vermochte.
Was mir richtig, richtig gut gefallen hat: Man hatte immer etwas zu rätseln. Oft tappte man gemeinsam mit Jazz im Dunkeln, überlegte, wer nun für was verantwortlich ist, stellenweise wusste Jazz aber auch mehr als man selbst. Ich habe das bei Poznanskis Romanen schon gelobt und es ist mir auch hier positiv aufgefallen. Für mich gibt es nichts Nervigeres, als von Anfang an zu wissen, wie sich bestimmte Dinge verhalten und dann noch seitenlang lesen zu müssen, bis der Protagonist auch endlich darauf kommt. Hier war es genau anders herum. Durch das schnelle Tempo wurde die Spannung noch weiter angezogen. Das wurde in der Leserunde teilweise als “verwirrend” bezeichnet. Vielleicht war es das manchmal, jedoch wurde am Ende alles aufgeklärt und für mich haben gerade diese kleinen verwirrenden Momente den Reiz der Szenen ausgemacht, da ich gleich weiter lesen wollte, um zu wissen, ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag.

Fazit

Patricia Schröder spielt mit den Erwartungen des Lesers. Das Buch hat einfach nur Spaß gemacht. Ich fühle mich schon fast schlecht, weil ich so gar keine Kritik zu äußern habe, aber ich bin wirklich positiv überrascht! Ich habe Patricia Schröder schon als Kind geradezu verschlungen (also ihre Bücher – nicht sie!) und bin sehr froh, dass sich das nicht geändert hat. Ich kann The Perfect also nur weiter empfehlen.

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link.

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