Rebellion der Syntheten: VEGA – Lisa Häßy

vegaAuf einen Blick

Titel: Rebellion der Syntheten: VEGA*
Autorin: Lisa Häßy
Verlag: Eisermann-Verlag
Erschienen: Oktober 2015
Seiten: 269
Preis: 12,90€ (Softcover)

Mein Dank gilt dem Eisermann-Verlag.


Inhalt

Seit der Mensch die künstliche Intelligenz erforscht, besteht die Sorge, dass die Maschinen eines Tages rebellieren und sich über ihre Erbauer erheben könnten. Was nach düsterer Zukunftsmusik klingt, wird für Eden Starks zur bitteren Realität, als die Syntheten aufbegehren und sich mit einem genmanipuliertem Virus die Freiheit erzwingen. Innerhalb kürzester Zeit werden große Teile der Bevölkerung infiziert. In Begleitung ihres unfreiwilligen Weggefährten Cassius setzt Eden alles daran, ihre Familie wiederzufinden – denn von der war sie zum Zeitpunkt der Katastrophe getrennt…

Wenn Technik die Oberhand gewinnt

Ich durfte mir dieses Buch beim Eisermann-Verlag aussuchen – danke noch einmal an dieser Stelle! Inmitten der tollen Bücher fiel es mir dann gleich ins Auge, da ich sowieso wieder mehr Science Fiction lesen wollte und die Inhaltsangabe sehr vielversprechend klang. Der Leser begleitet Eden in einer postapokalyptischen Welt, die von den Syntheten bereits völlig zerstört wurde. Von der eigentlichen Rebellion wird nur in Rückblenden berichtet und man wird gleich zu Beginn in die “neue” Welt geworfen.

Der Fokus des Buches lag eindeutig auf Eden und ihren Gefühlen und Eindrücken. Sie riskiert alles, um zu ihrer Familie zu gelangen. Trotz dieser Hingabe habe ich etwas gebraucht, um mit Eden warm zu werden. Das lag, glaube ich, daran, dass nach der Rebellion wohl wirklich kaum Menschen überlebt haben. Somit hatte man nur selten Gelegenheit, Eden in Interaktion zu erleben. Zum einen wurde dadurch natürlich die Einsamkeit in der neuen Welt sehr gut vermittelt. Mir hätte es trotzdem gut gefallen, mehr Charaktere kennenzulernen, um dadurch auch Eden besser kennenzulernen. Zumindest ist es für mich schwer vorstellbar, dass außer Eden nur so wenige Menschen überlebt haben sollen.

Die Idee der Geschichte finde ich toll, da ich apokalyptische Szenarien einfach liebe. Vor allem ist die Welt in Rebellion der Syntheten gar nicht mal so unrealistisch. Wir geben heute schon in allen möglichen Bereichen unsere Verantwortung an Maschinen ab, entwickeln diese künstliche Intelligenz stetig weiter und glauben dabei, in Wirklichkeit uns weiterzuentwickeln. Und wie wir Menschen so sind, tun wir das, ohne an negative Konsequenzen zu denken. Die Gestaltung der Geschichte hat mir auch gut gefallen, da es keine langwierige Einleitung gab, sondern man, wie bereits gesagt, nach der eigentlichen Rebellion in die Geschichte startete. Dadurch gab es jedoch auch sehr viele Rückblenden, die mich in der Mitte manchmal leider etwas verwirrt haben. Das Ende der Geschichte hat mich dann wieder überzeugt und neugierig auf einen Folgeband gemacht.

Was für ein Schreibstil! Dieser war wirklich umwerfend und hat dafür gesorgt, dass ich mir gleich die Autorin genauer anschauen wollte. Denn von der poetischen Schreibweise war ich wirklich begeistert. Und dann lese ich, dass die Autorin gerade mal 18 Jahre alt ist. 18 Jahre und so viel wortgewandter als viele ihrer älteren Kollegen. Der Schreibstil war sehr atmosphärisch, sodass man sich die Welt nach der Rebellion der Syntheten bis ins Detail vorstellen konnte. Nur bei spannenden Szenen waren mir die langen, beschreibenden Sätze etwas im Weg. An diesen Stellen wäre noch mehr Spannung aufgekommen, hätte man die Sätze etwas kürzer gehalten.

Am Ende möchte ich noch mal was zu der Gestaltung des Buches selbst sagen. Als es ankam war ich erst einmal richtig begeistert von der Qualität. Das Buch kann nämlich, selbst bei richtigem Umknicken, keine Leserillen bekommen! Ich bin seit ich blogge sehr pingelig was Leserillen angeht und klappe manche Bücher nur im 30 Grad-Winkel auf, um sie ja nicht zu verunstalten. Dieses Buch war dann aber so gebunden, dass es sogar die 180 Grad überlebt hat – ein Traum! 😀

Fazit

Ein guter Debütroman, der mich vor allem durch den Schreibstil überzeugt. An manchen Stellen hat die Geschichte für mich Potential, noch mitreißender zu werden, aber bei der Autorin habe ich gar keine Zweifel und werde den zweiten Teil auf jeden Fall im Auge behalten.

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link.

Teilen

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.