Die Schicksalsseherin – Sarah Neumann

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Auf einen Blick

Titel: Die Schicksalsseherin*
Autorin: Sarah Neumann
Verlag: Eisermann Verlag
Erschienen: Dezember 2015
Seiten: 380
Preis: 12,90€/4,99€ (Taschenbuch/eBook)

Inhalt

Die Koboldvölker sind in Aufruhr. Durch einen Zwischenfall wird bekannt, dass schon bald die gesamte Glücksproduktion brachliegt und damit die Versorgung der angebundenen Anderswelten. Wie werden ihre Kriege enden, wie sich Liebende finden, wenn nicht die Kobolde im richtigen Moment das Glück verteilen? Als auch noch ihr heiliger Baum erkrankt und die Brücken brechen, scheint nur Kriegsveteran Donnersteins friedliebende Tochter Myriel das ganze Ausmaß zu erkennen: Jemand verändert ihrer aller Schicksal!

Vom Schicksal und dem Glück

Wie man am Klappentext schon erkennt, entführt einen Die Schicksalsseherin in eine völlig neue Welt. Sarah Neumann hat sich keiner Klischees bedient, sondern etwas Neues, Eigenes erfunden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und man kann sich die beschriebene Welt wunderbar vorstellen. Sie ist unglaublich phantasievoll gestaltet und obwohl sie sich ziemlich von unserer Welt unterscheidet, wird sie durch die Beschreibungen der Autorin lebendig und man hat gar keine Probleme, irgendetwas nachvollziehen zu können. Das World Building ist ihr also wirklich gelungen!

Was mich an manchen Stellen ein bisschen gestört hat, war, dass es manchmal wirkte, als erschienen gewisse Dinge und Fähigkeiten ad hoc, um die Geschichte voranzubringen. Es ist schwer, ein konkretes Beispiel zu geben, ohne etwas vom Inhalt zu verraten, aber an manchen Stellen wäre es schön gewesen, man hätte auf Fähigkeiten von Charakteren oder manche Begebenheiten der Koboldwelt schon früher angespielt, als diese erst in der Situation, in der sie plötzlich wichtig sind, zu nennen.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Abwechselnd erfährt man aus Myriels und Seiths Sicht vom Geschehen. Man hatte dadurch zu beiden Charakteren gleich zu Beginn eine enge Verbindung und mir haben auch beide Charaktere sehr gut gefallen. Ihre Beziehung wirkte von Anfang an glaubwürdig und echt. Allerdings wirkten manche Szenen gedoppelt, da sie einmal aus Myriels und anschließend noch einmal aus Seiths Perspektive geschrieben wurden. Das ist wahrscheinlich einfach Geschmacksache, mir persönlich gefällt es immer besser, wenn ich die Szenen dann einfach nur aus einer Sicht lese und sich die Erzählung der anderen Figur dann daran anschließt.

Die Geschichte selbst hat mir richtig gut gefallen. Ich habe mich schon vom Klappentext her total darauf gefreut, sie in der Vorweihnachtszeit lesen zu können. Und es hat auch einfach perfekt gepasst und mich beim Lesen glücklich gemacht – vor allem, weil es viel spannender war, als ich gedacht hätte! Man wollte einfach weiterlesen und mich hat vor allem Myriels Schicksal sehr gefesselt. Sie wirkt unfassbar stark und zerbrechlich zugleich und war somit ein richtig interessanter Charakter. Außerdem haben mir die Ideen, die sich Sarah Neumann zum Schicksal und zu der Entstehung vom Glück gemacht hat, sehr gefallen.
Ein weiterer Pluspunkt ist für mich, dass die Geschichte perfekt in sich abgeschlossen ist. Irgendwie scheint es Fantasy nur noch als Trilogie zu geben. Das finde ich zwar an sich nicht schlimm, aber es war schön, zur Abwechslung endlich mal eine “fertige” Geschichte zu haben und diese in einem Rutsch lesen zu können. Ohne ein Jahr auf den Folgeband warten zu müssen.

Fazit

Ein schönes Buch, das glücklich macht. Natürlich auch außerhalb der Weihnachtszeit!
Wer also Lust auf einen Fantasy-Einzelband hat und sich in eine völlig fremde Welt entführen lassen möchte, der ist bei Sarah Neumann an der richtigen Adresse.

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link.

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