Opus: Die Begegnung – Senta Richter

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Auf einen Blick

Titel: Opus: Die Begegnung*
Autorin: Senta Richter
Verlag: Senta Richter ist Indie-Autorin
Erschienen: September 2015
Seiten: 450
Preis: 11,99€ (Taschenbuch)

Vielen Dank an Senta Richter für das Rezensionsexemplar. 🙂


Inhalt

Bist du bereit, für eine aussichtslose Liebe alles zu riskieren?
»Man sieht sich immer zweimal im Leben«, prophezeit Marie ihrer besten Freundin.
»Quatsch!«, widerspricht Ludmilla. »Darauf kann ich gut verzichten. Der Typ hat definitiv einen Dachschaden.«
Kurze Zeit später stößt sie jedoch schon wieder mit dem arroganten wie anziehenden Abel zusammen. Seine grünen Eisaugen bringen sie vollkommen durcheinander. Aber warum macht er so ein Geheimnis aus seiner Herkunft? Von wem wird er verfolgt? Und welche Bedeutung hat das merkwürdige Tattoo auf seiner Brust? Die Wahrheit sprengt die Grenzen ihrer Vorstellungskraft – und bringt nicht nur sie selbst in große Gefahr.

So viel mehr als eine aussichtslose Liebe

Wie der Klappentext ja schon verrät, steht die Liebesgeschichte zwischen Ludmilla und Abel im Vordergrund. Ich stehe eher weniger auf romantischen Kitsch und hatte etwas Sorge, dass genau dieser im Buch aufkommen würde. Die Sorge war aber komplett unbegründet, denn die Chemie zwischen Mila und Abel stimmt einfach und tatsächlich stand ihre Beziehung zwar im Vordergrund, wurde aber von etlichen anderen Themen begleitet. Milas Liebe zur Kunst, ihr neugieriger Bruder Leo und nicht zuletzt die zahlreichen Geheimnisse rund um Abel machen die Geschichte zu so viel mehr als einer einfachen Liebesgeschichte. Außerdem schafft die Autorin es, die einzelnen Themen sinnvoll miteinander zu verknüpfen und übertraf somit meine Erwartungen bei weitem!

Die Charaktere des Buches waren sehr komplex gestaltet. Der Fokus lag hierbei vor allem auf Mila, Abel und Milas Bruder Leo. Mila gewann meine Sympathie gleich zu Beginn durch ihre Tollpatschigkeit. Alle, allen voran sie selbst, scheinen sie außerdem zu unterschätzen, denn wie sich im Verlauf der Geschichte zeigt, ist Mila unfassbar intelligent und beweist großes Durchsetzungsvermögen. Mir hat sie dadurch richtig gut gefallen, da ich schwache Charaktere nicht mag und sie das exakte Gegenteil darstellt. Auch die Nebencharaktere waren gut gestaltet und teilweise komplexer, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte.

Ich weiß, ich rege mich sonst immer über Vergleiche mit anderen Büchern und Autoren auf, aber beim Lesen von Opus musste ich des Öfteren an Ursula Poznanski denken. Senta Richter schafft es nämlich ganz genauso gut, ihre Leser vor Rätsel zu stellen, ihnen kleine Informationshäppchen vor die Füße zu werfen und am Ende dann dennoch komplett zu überraschen. Dieses Rätseln beim Lesen liebe ich einfach, da ich nichts schlimmer finde, als wenn man ständig mehr weiß als die Figuren des Buches. Endlich habe ich neben Poznanski also noch eine Autorin entdeckt, die mich genauso zum Grübeln bringen kann!

Senta Richters Schreibstil ist leicht und unglaublich fesselnd. Das war besonders bei den “schnelleren” Szenen der Fall, bei denen die Seiten nur so dahinflogen und ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Habe ich dann auch nicht. Von ihrem Schreibstil her wäre ich, wie von der Komplexität des Plots her, nie auf die Idee gekommen, dass es sich bei Opus um einen Debütroman handelt!

Besonders gegen Ende hin regt Opus außerdem zum Nachdenken an, was ich nun überhaupt nicht erwartet hätte. Denn das Buch ist auch eine Warnung, unser Verhalten und unser Leben in der Gesellschaft zu überdenken. Mehr werde ich dazu und zu dem Rätselraten lieber nicht verraten, denn das Buch profitiert definitiv von den Geheimnissen und überraschenden Wendungen.

Fazit

Ein großartiges Debüt, meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen! Ich freue mich schon riesig auf Band 2 und darauf, noch weitere Antworten auf die noch offenen Fragen zu bekommen.

*Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link.

5 Comments

  1. 31. Oktober 2015 / 12:58

    Ok, nach deiner Rezension musste ich das Buch jetzt einfach bestellen 🙂

    Liebste Grüße
    Anna <3

    • Anabelle 31. Oktober 2015 / 15:36

      Hihi, sollte mir wahrscheinlich leid tun. Ich hoffe, es gefällt dir auch so gut!

      Liebe Grüße
      Anabelle

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