Montagsfrage: Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?

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Und schon wieder Montag. Aber ausnahmsweise starte ich diesen Montag mit einem großen Strahlen, denn ich freue mich riesig auf die kommende Woche. Hochmotiviert habe ich dann sogar schon den Sport hinter mich gebracht und sitze jetzt mit Kaffee gewappnet vor dem Laptop, um mich Buchfresserchens Montagsfrage zu widmen.

Ich muss gestehen, dass ich noch nicht allzu viele Bücher gelesen habe, die durch Self-Publishing erschienen sind. Was einfach daran liegt, dass die meisten mich mit ihren Rechtschreibfehlern direkt in die Flucht geschlagen haben.
Meine Einstellung war also bisher: Nur ein Verlagsbuch ist ein ordentliches Buch!
Na ja… und dann habe ich Rise – Die Ankündigung gelesen, das tatsächlich bei einem Verlag erschienen ist und trotzdem fast auf jeder Seite Fehler aufwies. Es handelte sich dabei zwar um einen Digitalverlag, aber eben dennoch um einen Verlag. Das heißt, das Buch sollte ein Lektorat gesehen haben, was man ihm leider gar nicht angemerkt hat. Danach habe ich dann überlegt, ob es einfach am E-Book-Format liegt und meine alte Einstellung “Nur ein Buch ist ein ordentliches Buch” eventuell doch stimmen könnte.

Ich habe jedoch auch hier ein paar vollkommen gegenteilige Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel mit Christine Millman und ihrem Roman Seth und aktuell mit Nicole Böhm und ihrer Seelenwächter-Reihe. Seth ist bei impress, dem Digitalverlag von Carlsen erschienen und einfach nur grandios! Mit Nicole Böhm habe ich dann wohl die erste Indie-Autorin gefunden, die mich wirklich überzeugen konnte!

Ich bin also nach wie vor sehr zwiegespalten, kaufe und lese aber kaum etwas von Indie-Autoren. Das liegt aber auch ganz sicher daran, dass ich einfach lieber ein richtiges Buch aus Papier in der Hand halte, als auf meinem Kindle herumzutatschen.

Kennt ihr denn gute Indie-Autoren, die ihr mir empfehlen könntet? Oder habt ihr bisher genauso wenig Erfahrungen mit Self-Publishern gemacht wie ich?

12 Comments

  1. 15. Juni 2015 / 10:12

    Huhu =)

    Ich muss sagen, dass ich die gleiche Einstellung hatte, wie du!
    Erst, nachdem ich mir einige eBooks runtergeladen und gelesen hatte, nicht mehr nach dem Cover geschaut habe, habe ich meine Einstellung geändert und seitdem sind etwas mehr als 50 % der Bücher auf meinem Kindle von SPlern.
    Sicher gibt es darunter auch Bücher die sowas von durchzogen sind mit Fehlern (Komma, Rechtschreibung, Zeitsprünge), dass ich sie am liebsten wieder löschen mag, aber das sind nur Ausnahmen.
    Liebe Grüße Jenny

    • Anabelle
      Anabelle
      15. Juni 2015 / 10:14

      Hallo! 🙂

      Bei den Covern musste ich gerade schmunzeln. Das geht mir genauso, die meisten sind leider weniger schön, was auf dem Kindle ja aber auch nicht so schlimm ist.
      Vielleicht müsste ich dem Ganzen einfach noch einmal eine zweite Chance geben.

      Liebe Grüße
      Anabelle

      • 15. Juni 2015 / 10:24

        Richtig! Sehe ich auch so!
        Daher: Immer erst Klappentext und das erste Kapitel lesen und dann entscheiden =) So mach ich es =)

  2. 15. Juni 2015 / 11:04

    Hey du,

    hihi, ich hab den Sport auch schon hinter mich gebracht und hocke hier gerade mit einem Kaffee – Highfive! 😀

    Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Einerseits unterstütze ich (vor allem junge) Indie-Autoren sehr gerne, andererseits hast du natürlich recht damit, dass diese Bücher oftmals kein Lektorat hatten. Das liegt einfach daran, dass ein Lektorat wahnsinnig teuer ist, und Digitalverlage bieten so etwas nicht immer an. Ich störe mich zwar sehr an Rechtschreibfehlern, es kommt aber auch immer auf das Buch an. Die liebe Marie Graßhoff zum Beispiel hat mit ihrem “Kernstaub” ein unglaubliches Leseerlebnis geschaffen. Vor allem gegen Ende finden sich jedoch häufiger Rechtschreibfehler, was bei einem Buch mit so vielen Seiten aber nicht verwunderlich ist. Ich kann dir “Kernstaub” defintiiv ans Herz legen, wenn dir die Thematik gefällt und du auf einen wortgewaltigen Schreibstil stehst. 🙂 Aktuell wird sogar schon die Fortsetzung “Weltasche” nach und nach online veröffentlicht.

    Ich habe jedoch auch schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Man merkt bei Indie-Autoren oft, dass sie eigentlich kaum eine Ahnung vom Handwerk Schreiben haben … da häufen sich dann Klischees, Plotholes und Co., am besten noch mit einem miesen Schreibstil kombiniert. Da muss man sich wohl einfach durchprobieren. 🙂

    Wünsche dir eine schöne neue Woche!

    Liebe Grüße

    Saskia

    • Anabelle
      Anabelle
      15. Juni 2015 / 11:09

      Hallo Saskia,

      vielen Dank für den Tipp, das schaue ich mir auf jeden Fall mal an! Suche aktuell nämlich noch E-Books für den Urlaub. Da ist das Kindle dann doch praktischer. 🙂
      Dass nicht alle Digitalverlage ein Lektorat machen, wusste ich gar nicht. Das würde bei Rise dann vielleicht die vielen Fehler erklären. Ich dachte, das wäre dann sozusagen inklusive.
      Eine andere Bloggerin hat das Lesen von Indie-Books mit einem Glücksspiel verglichen, das trifft es, finde ich, ganz gut. Leider habe ich bei dem Spiel bisher mehr verloren als gewonnen. 😀

      Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche!

      Anabelle

  3. 15. Juni 2015 / 14:43

    Hallöchen

    mein erstes Mal bei der Montagsfrage 😀 yeahhhh
    Habe tatsächlich einen Tipp der dir vielleicht gefallen könnte:
    Montagsfrage
    Rezension ist auch verlinkt 😀
    Deinen Tipp, Nicole Böhm, werde ich mir gleich mal anschauen.
    Lasse dir gaaaanz liebe Grüße da.

    Deine neue Leserin,
    Nadine ♥

    • Anabelle
      Anabelle
      15. Juni 2015 / 15:05

      Vielen, lieben Dank Nadine!
      Habe mir den Tipp mal notiert. 🙂

      Liebe Grüße
      Anabelle

  4. 15. Juni 2015 / 19:30

    Ich bin bei Indie-Autoren auch eher skeptisch und habe leider auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Deshalb lese ich jetzt vorweg immer erst eine Leseprobe – so kann ich wenigstens schauen, ob ich den Schreibstil mag. Eine Garantie ist das natürlich nicht – genauso wenig wie ein Verlagsbuch. Auch hier kann es vor Rechtschreibfehlern wimmeln und die Geschichte schlecht erzählt sein. Und natürlich ist es ja auch immer Geschmackssache – und bei mir auch immer eine Frage der Stimmung. 🙂
    LG Sabine

    • Anabelle
      Anabelle
      16. Juni 2015 / 6:55

      Ja, das stimmt. Allerdings sind mir die Fehler bei Indie- bzw. E-Books immer viel mehr aufgefallen.
      Aber ich sollte definitiv anfangen Leseproben zu nutzen! 🙂

      Liebe Grüße und eine schöne Woche
      Anabelle

  5. 18. Juni 2015 / 9:44

    Huhu!

    Na, so motiviert bin ich montags selten! 🙂

    Ich lese sehr gerne “Selfies”, und meist kann man mit einem Blick in die Leseprobe schon die Spreu vom Weizen trennen, finde ich. Die mit den tausend Rechtschreibfehlern sortiere ich direkt aus, denn wenn der Autor sich nicht die Mühe macht, das zu korrigieren, dann habe ich nur wenig Vertrauen darauf, dass er das Buch ansonsten vernünftig überarbeitet hat!

    Die Bücher von Nicole Böhm lese ich auch sehr gerne! Ich muss endlich mal weiterlesen, ich bin, glaube ich, bis Band 6 gekommen?

    Im Moment kann ich z.B. “Teufel” von Markus Tillmanns empfehlen. Luzifer kehrt zurück auf die Erde, was zu einem riesigen Medienspektakel führt, und überzeugt die Menschen schnell davon, dass er missverstanden ist und nur das Beste für die Menscheit will. Tja. Ob das so ist oder nicht, das will ich noch nicht verraten – nur, dass die Dinge am Schluss nicht so sind, wie man es erwarten würde.

    LG,
    Mikka

    • Anabelle
      Anabelle
      18. Juni 2015 / 17:21

      Hallo Mikka!

      Ich habe mir gestern den zweiten Band von Nicole Böhm geholt und lese gerade eine Dystopie von einer Indie-Autorin, die mich endlich mal richtig überzeugen kann! 🙂
      Teufel klingt sehr interessant, das schau ich mir auf jeden Fall mal an. Danke für den Tipp.

      Liebe Grüße
      Anabelle

  6. 28. Juni 2015 / 14:25

    Ich tatsche gerne auf meinem Reader rum 😛

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