Mona Kasten – Schattentraum

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Auf einen Blick

Titel: Schattentraum: Hinter der Finsternis (Affiliate Link)
Autorin: Mona Kasten
Verlag: Self-publishing
Erschienen: Oktober 2014
Seiten: 252
Preis: 2,99€ (Kindle Edition)

Inhalt

„Als ich zum ersten Mal in deine Augen sah, wusste ich es“, murmelte er und zog mich dichter an sich heran, sodass sein Mund oberhalb meines Ohrs verharrte. „Du warst meine Hoffnung.“

Nach dem Tod ihrer Mutter wünscht sich Emma nichts sehnlicher, als der Finsternis zu entfliehen, die sie seitdem heimsucht. Womit sie dabei nicht rechnet, ist Gabriel, der plötzlich in ihr Leben tritt. Mit seinem arroganten Charme nimmt er ihre Gedanken völlig für sich ein. Doch die Dunkelheit lässt Emma nicht los. Alpträume, in denen ihr Schattenwesen erscheinen, machen ihr das Leben schwer. Und auch Gabriel ist nicht der, der er vorgibt zu sein – jede seiner Berührungen könnte sie in den Abgrund ziehen.

Bald weiß Emma nicht mehr: Was ist Traum und was Wirklichkeit?

Meinung

Ich habe mir, um ehrlich zu sein, nicht allzu viel erwartet. Ich stand/stehe self-publishing etwas kritisch gegenüber und hatte mir kurz nach Erscheinen schon einmal die Leseprobe geholt, in der ich leider recht viele Schreibfehler gefunden habe. Damit hatte sich das Thema dann vorerst erledigt.

Schattentraum wurde diesen Monat dann jedoch für den instabookcorner auf instagram gewählt, also habe ich dem Buch noch einmal eine Chance gegeben – und war positiv überrascht.
Insgesamt war Schattentraum dann tatsächlich besser als erwartet, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um Monas ersten Roman handelt und dieser eben kein Verlagslektorat gesehen hat. Die Geschichte war in sich schlüssig und spannend. Auch die Charaktere waren sehr sympathisch, allen voran Emma, einfach, weil die genauso verrückt nach Büchern ist wie ich. Bei manchen Charakteren hat mir allerdings die Tiefe gefehlt. Zu Gabriel fallen mir zum Beispiel nur zwei Attribute ein – er hat grüne Augen und eine melodische Stimme. Das wurde immer wieder betont, allerdings wurde der Charakter sonst leider etwas flach gestaltet.
Davon abgesehen (und das bezieht sich jetzt nicht nur auf Schattentraum): Wieso scheint man bei Romance Fantasy immer und überall die Augenfarben beschreiben zu müssen? Der männliche Protagonist hat fast immer strahlend grüne Augen, deren Farben sich gefühlt alle fünf Minuten verändern, je nach Laune eben. Klar.

Ansonsten gab es noch kleinere Unstimmigkeiten. Oft stimmte zum Beispiel die Interpunktion nicht. Außerdem wurde die Schreibweise für American English verwendet, obwohl der Roman in England spielt. Diese Fehler lassen sich aber, denke ich, durch das fehlende Verlagskorrektorat erklären.
Gut gefallen hat mir, dass Mona sich zu Gabriels, ähm, “Besonderheit” eine Geschichte ausgedacht hat. Die Fantasyelemente des Romans hatten somit einen Hintergrund, der gut gestaltet war.

Alles in allem war ich also positiv überrascht. Ich finde den Hype um das Buch allerdings nicht gerechtfertigt. Wie oft ich jetzt gelesen habe, dass Buch sei “das neue Lieblingsbuch” oder “das beste Buch überhaupt”… habt ihr Harry Potter wirklich so schnell vergessen?
Ich liebe Monas Youtube-Kanal, ihre Vlogs und ihre wahnsinnig sympathische Art. Aber nur, weil man Fan ihrer Person und Videos ist, kann man trotzdem sachlich über das Buch urteilen.
Ich bewundere Mona dafür, dass sie dieses Buch geschrieben hat, einfach, weil dazu unglaublich viel Durchhaltevermögen gehört. Aber es ist eben ihr Erstlingswerk, beinhaltet einige Fehler und manche Charaktere könnten im zweiten Band noch etwas runder gestaltet werden.

 

Habt ihr Schattentraum schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?

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