Lauren Oliver – Delirium

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Auf einen Blick

Titel: Delirium (Amor-Trilogie, Band 1) (Affiliate Link)
Autorin: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Erschienen: 2011
Seiten: 409
Preis: 18,90 € (Hardcover)
Gelesen: 17. – 21.02.2015

Inhalt

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

 

Meine Meinung

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da ich Lauren Olivers Schreibstil einfach liebe. Außerdem finde ich die Idee dieser Dystopie genial, da sie ohne das übliche postapokalyptische Szenario auskommt. Obwohl ich anfangs sehr kritisch war, wie eine Gesellschaft ohne Liebe aussehen soll und wieso diese gefährlich und verboten sein sollte, hat die Autorin es geschafft, all meine Zweifel diesbezüglich zu beseitigen. Die Gesellschaft ist schlüssig beschrieben und es wird schnell klar, dass die starren Mauern dieser Gesellschaft nicht leicht zu durchbrechen sind. Jedes Kapitel beginnt mit Gedichten oder Zitaten aus dem Buch Psst, dem Buch nach dem alle Bürger zu leben haben.

Weniger begeistert war ich anfangs von Lena, da ich nicht verstehen konnte, wie sie die Konstrukte der Gesellschaft einfach hinnehmen konnte, ohne sie zu hinterfragen. Allerdings zeigt das vielleicht nur, wie sehr die Regierung die Menschen bereits manipuliert hat. Im Laufe der Geschichte konnte ich mich dann immer besser in Lenas Gedanken einfinden und jetzt, nach dem Lesen, könnte ich mir keine passendere Protagonistin mehr vorstellen. Die anderen Figuren des Buches mochte ich auf Anhieb (Carol mal ausgeschlossen), sie sind in ihrem Charakter und ihrer Beziehung zu Lena grandios beschrieben und besonders Lenas beste Freundin Hana habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Trotz allem bin ich irgendwie ein kleines bisschen enttäuscht. Ich weiß nicht genau, woran es liegt. Wahrscheinlich bin ich aufgrund der zahlreichen positiven Bewertungen einfach mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Liebesbeziehung zwischen Lena und Alex etwas kurz kommt, was in einer Gesellschaft, die Liebe verbietet, ja aber nur logisch ist.
Ich würde das Buch trotzdem empfehlen. Einerseits sieht das Cover einfach wunderschön im Regal aus (ja, ich kaufe Bücher manchmal einfach deswegen), darüber hinaus ist die Handlung unberechenbar, was für mich ein riesiger Pluspunkt ist. Das Buch ist voller überraschender Wendepunkte und wurde so nie langweilig.

Sie können Mauern bis zum Himmel bauen, und ich werde doch darüber hinwegfliegen. Sie können mich mit hunderttausend Armen festhalten, und ich werde mich doch wehren. Und es gibt viele von uns da draußen, mehr als ihr denkt. Menschen, die in einer Welt ohne Mauern leben und lieben. Menschen, die gegen Gleichgültigkeit und Zurückweisung anlieben, aller Vernunft zum Trotz und ohne Angst.

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