Was ich von Michael Ende gelernt habe | Momo & Die unendliche Geschichte

Was ich von Michael Ende gelernt habe | Momo & Die unendliche Geschichte

Wer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren und verstrubbeltem Haar über einem Buch saß und las und las und die Welt um sich her vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde oder fror –

Wer niemals heimlich im Schein einer Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen hat, weil der Vater oder die Mutter oder sonst irgendeine Person einem das Licht ausknipste mit der gutgemeinten Begründung, man müsse jetzt schlafen, da man doch morgen so früh aus den Federn sollte –

Wer niemals offen oder im geheimen bitterliche Tränen vergossen hat, weil eine wunderbare Geschichte zu Ende ging und man Abschied nehmen musste von den Gestalten, mit denen man gemeinsam so viele Abenteuer erlebt hatte, die man liebte und bewunderte, um die man gebangt und für die man gehofft hatte, und ohne deren Gesellschaft einem das Leben leer und sinnlos schien –

Wer nichts von alledem aus eigener Erfahrung kennt, nun, der wird wahrscheinlich nicht begreifen können, was Bastian jetzt tat.
– Michael Ende, Die unendliche Geschichte

Kennt ihr diese Worte noch? Wecken sie in euch auch direkt Erinnerungen? Falls ja, klickt mal in den Beitrag rein, denn mich hat eine wunderschöne neue Ausgabe der unendlichen Geschichte erreicht, die mich direkt in Erinnerungen hat schwelgen lassen.

Beitrag ansehen