Sarah J. Maas – Throne of Glass

Auf einen Blick

Titel: Throne of Glass – Die Erwählte (Affiliate Link)
Autorin: Sarah J. Maas
Verlag: dtv
Erschienen: September 2013
Seiten: 500
Preis: 17,95€ (deutsches Hardcover)

Inhalt

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Meinung

Was für ein Wahnsinnsbuch!

Ich bin immer noch hin und weg von der Protagonistin Celaena Sardothien (Nur weil ich es so oft falsch höre: Man spricht es Sell-lay-nah aus, nicht Selina! :D).
Ich möchte die Rezension auch mit ihr beginnen, da die Darstellung von Frauen in Fantasybüchern ja so eine Sache ist. In der Regel fallen den Herren der Schöpfung die tollen Rollen zu, während die Frauen eben so nebenher leben, mal gerettet werden müssen und allerhöchstens mal ein bisschen helfen, indem sie den verletzten Helden heilen oder ähnliches.
Celaena hingegen ist mit allem ausgestattet, was eine Fantasyheldin braucht. Sie ist unfassbar stark, mutig, unerschrocken – und tödlich. Trotz ihrer Vergangenheit und ihrem Dasein als Assassine hat sie ein großes Herz und sorgt sich um andere.
Neben diesen Eigenschaften ist sie aber vor allem eins: ein Mädchen. Ein achtzehnjähriges Mädchen mit einer Vorliebe für Musik, Bücher und schöne Kleider. Und Sarah J. Maas beweist, dass das eine das andere nicht ausschließt, sondern zusammenpasst wie die zwei Seiten einer Medaille.
Ich habe mich nach dem Lesen gefragt, wieso mir hier zum ersten Mal so positiv ein weiblicher Fantasy-Charakter auffällt. Dann habe ich bemerkt, dass ich tatsächlich zum ersten Mal Fantasy lese, die von einer Frau geschrieben wurde (von Romance Fantasy mal abgesehen, die zähle ich hier nicht dazu).

“You like to read?”
She raised an eyebrow. “Don’t you?”

Calaena ist also eindeutig mein Lieblingscharakter und ich konnte mich von Anfang an richtig gut in sie hineinversetzen, nicht zuletzt wegen ihrer Liebe zu Büchern. Aber auch alle anderen Charaktere sind gut gestaltet. Da man sie alle durch Celaenas Augen sieht, fällt es manchmal schwer sie einzuschätzen, was das Buch noch spannender macht.
Die Ausnahme bilden hier Dorian und Chaol, in deren Gedanken man ab und an Einblick erhält.

Gut gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt wurde, wie die Inhaltsangabe meiner Meinung nach vermuten lässt. Es gab zwar romantische Stellen, aber man war als Leser viel eher damit beschäftigt, Rätsel zu knacken und gewisse Charaktere zu hassen. 😀

Sarah J. Maas hat es außerdem geschafft, die Kapitel perfekt aufzuteilen. Sowohl von der Länge her, als auch inhaltlich. Jedes Kapitel führt uns in andere Szenen, bildet eine Art kleine Geschichte mit einem perfekten Rahmen.

Zuletzt möchte ich noch auf Maas’ Schreibstil eingehen, denn dieser hat mich wirklich umgehauen. Die Autorin schafft mit ihren Worten nicht nur eine Geschichte, sie erschafft Poesie. Manche Stellen waren so unglaublich schön geschrieben, dass man mit den Fingern darüber streichen wollte, um den Worten so nah wie möglich zu sein. Das ist etwas, was ich bei den ganzen Romance-Fantasy Büchern, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, vermisst habe.

Celaena eyed the pianoforte. She used to play – oh she’d loved to play, loved music, the way music could break and heal and make everything seem possible and heroic.

Auf dem Cover meiner Ausgabe wird die Geschichte mit Game of Thrones und Hunger Games verglichen. Ich werde versuchen, mich an dieser Stelle nicht wieder über sinnfreie Vergleiche aufzuregen – hey, immerhin mal ein Fantasywerk, das nicht mit Tolkien verglichen wird. Es hat sicherlich ein paar Ähnlichkeiten mit Hunger Games, immerhin treten auch hier Jugendliche gegeneinander an, aber die Parallele zu Game of Thrones sehe ich persönlich gar nicht. Na ja, gut. Ein Thron kommt mal vor. Ich kann euch also nicht wirklich ein vergleichbares Buch anbieten, aber wenn ihr Fantasy mögt, auch solche, in der es nicht um Zwerge und Orks geht, wird euch dieses Buch sicherlich gefallen. Ich zumindest habe mir, noch bevor ich Throne of Glass gelesen habe, den zweiten Teil bestellt. 🙂

Ich sollte aber vielleicht noch erwähnen, dass der dtv die ersten beiden Teile als Hardcover herausgebracht hat und nicht plant, das mit den weiteren Teilen auch zu tun. Diese werden nur als Taschenbuch erscheinen. Angeblich ist noch nicht einmal klar, ob alle Teile übersetzt werden. Ich habe mich aus diesen Gründen, und weil ich Celaena auf dem englischen Cover viel schöner finde, für die englischen Ausgaben entschieden.

Das erwartet uns im Herbst

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Die ersten Verlage haben ihre Vorschauen für den Herbst 2015 veröffentlicht. Eine Flut von tollen Büchern: Hardcover, Paperback, Krimis, Romane, Fantasy.
Ich habe mal meine persönlichen Highlights rausgesucht und wenn ich mir das Ganze so anschaue, graut mir jetzt schon ein bisschen davor. Vielleicht sollte ich mir vor Herbstbeginn noch ein neues Regal besorgen. 😀

 

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Mehr Bücher für weniger Geld

Ich glaube jeder von uns kennt das Problem: Scheinbar im Sekundentakt kommen neue Bücher auf den Markt. Der SuB wird immer größer, weil man natürlich nicht mit dem Lesen hinterherkommt und der Geldbeutel wird immer leichter, weil das nicht bedeutet, dass man die Bücher nicht trotzdem kaufen muss.

Ich dachte mir, ich trage mal ein paar Tipps zusammen, wie man diesem Alptraum eines jeden Buchverrückten entgegenwirken kann. 🙂
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Mein Lesemonat April

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Und so vergeht ein weiterer Monat.

Gerade um 23.42 Uhr habe ich mein letztes Buch für diesen Monat beendet.
Insgesamt habe ich acht Bücher gelesen, was mich ernsthaft überrascht. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich so viel Zeit zum Lesen finde. 🙂
Die folgenden Bücher haben mir den April verschönert:
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Ein Blick zurück

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Es sieht mir nicht ähnlich zurückzuschauen. Ich gehe lieber geradeaus. Nach vorn. Das Leben ist wie ein Baum, es will wachsen. In alle möglichen Richtungen. Die Äste ausstrecken. Manche Blätter etwas früher, die anderen etwas später fallen lassen. Doch immer wachsen und wachsen. Das kann es nicht, wenn man immer nah an den Wurzeln bleiben will. Deshalb schaue ich nicht zurück, versuche Neues zu entdecken und an die Zukunft statt an die Vergangenheit zu denken.

Doch heute ist einer dieser Tage, an dem ich die Baumkrone am liebsten einmal nach unten beugen würde, den Wurzeln entgegen. An dem ich Sehnsucht spüre nach dem Vergangenen. Vermisse die Gesichter, die mehr und mehr wie eine blasse Erinnerung scheinen. Die Baumkrone neigen, einfach nur für einen Tag. Eine Weile das spüren, was ich früher gespürt habe. Die Gesichter noch einmal klar und deutlich sehen. Vertrautheit, Vergangenheit. Doch man hat nur zwei Möglichkeiten: Bei der Wurzel bleiben, klein bleiben, nicht wachsen. Oder wachsen, so hoch und so breit wie möglich, ohne zurückzuschauen.

Zwei Möglichkeiten, aber immer eine Wahl.