How to Instagram #1: Der Feed – Instagram-Tipps und Lieblings-Apps

Instagram-Tipps

Hallo, ihr Lieben,

da ich mich privat für den Blog seit mehreren Jahren mit Instagram auseinandersetze und dies nun auch noch beruflich tue, dachte ich, ich fasse alles Gelernte in einer kleinen Reihe zum Thema Instagram zusammen. Gleich vorweg: Mein Account hat aktuell 11.000 Abonnenten, was für die Buchbranche viel ist, aber mich natürlich weder zum richtigen Influencer macht noch bedeutet, dass meine Herangehensweise das Nonplusultra ist. Was ich jedoch habe, ist Spaß an der Sache seit nunmehr vier Jahren, viel Interaktion und eine überdurchschnittlich hohe Engagement-Rate in den Kommentaren. Das hat nicht nur dazu geführt, dass ich viele interessante Menschen der Buchbranche kennenlernen durfte, sondern auch zu ein wenig Wissen, das ich gerne mit euch teilen würde.

Ich freue mich deshalb auch über all eure Fragen in den Kommentaren, die ich dann in den nächsten geplanten Beiträgen aufgreifen kann. Genauso dankbar bin ich natürlich, wenn auch ihr euer Wissen zu den einzelnen Themen mit mir und allen anderen teilt.

Teil 1 soll sich erst einmal mit der visuellen Gestaltung des Feeds und der Bilder beschäftigen, während es im nächsten Teil um Inhaltliches gehen soll. Wie jedoch jedem schnell klar geworden sein dürfte, ist Instagram – zumindest auf den ersten Blick – auf Optik und Ästhetik ausgelegt. Daher geht es nun um Filter, Feed-Gestaltung, nützliche Apps, Auslichtung und alles, was dazu gehört.

Welches Equipment brauche ich für ein gutes Foto?

Regel Nummer 1: Sorge für gute Beleuchtung. Das heißt nicht, dass alles perfekt mit Soft-Boxen ausgeleuchtet sein muss, auch wenn das sicherlich die einfachste Variante ist, weil es dich unabhängig von Wetter und Tageszeit macht. Es gibt jedoch auch unglaublich schöne Feeds, die natürliches Licht stimmungsvoll einfangen. Hilfreich ist es hier, die Fotos ungefähr zur gleichen Zeit und an den gleichen Orten zu machen. So ist alles stimmiger.

Eine Spiegelreflexkamera ist für Instagram-Fotos nicht notwendig, da Instagram die Qualität ohnehin häufig runterschraubt. Ein gutes Handy reicht völlig aus.

Ansonsten kommt es darauf an, wie du deinen Feed gestalten magst. Manche Accounts nutzen allerlei Dekoration für ihre Fotos, andere fotografieren nur draußen oder sehr minimalistisch. Ein paar gute Basics oder Unterlagen wie Bettlaken oder auch eine Fotowand in Marmor- oder Holzoptik erleichtern es dir hier, einen roten Faden zu behalten.

Wie wird mein Instagram-Feed ästhetisch?

Ich wollte zuerst “einheitlich” schreiben und habe mich jetzt bewusst für ästhetisch entschieden. Auf Instagram sieht man häufig eine sehr einheitliche Gestaltung der Bilder, die sich auch in den Inhalten widerspiegelt. Soll bezogen auf die Buchbranche heißen: Es wird gleiche Dekoration verwendet, um Einheitlichkeit im Feed zu erreichen. Ich persönlich bin davon kein Fan, da ich mich dadurch eingeschränkt fühle. Doch auch wer, wie ich, gerne Abwechslung in seinen Inhalten möchte, kann dafür sorgen, dass die Bild-Sprache im Feed klar und zueinander passend ist. Hierbei helfen Filter und Presets oder auch ein Farbschema.

Filter

Das A&O und somit kein Geheimtipp sind Filter. Sie helfen dabei, euren Bildern die gleiche Grundstimmung zu geben und ersparen noch dazu viel Zeit. Die meisten Apps zur Bearbeitung von Bildern haben bereits kostenlose Filter integriert, die ihr nutzen könnt. Ihr könnt euch auch Presets kaufen, die ganz genauso funktionieren wie Filter. Größere Blogger und Instagrammer bieten auch meist Presets an – das ist besonders praktisch, da ihr so anhand ihrer Feeds gleich seht, ob euch die Filter gefallen und für welche Art von Fotos sie geeignet sind. Ihr werdet nämlich schnell merken, dass Filter aus Außenfotografien ganz anders aussehen als wenn ihr sie für Innenfotos anwendet.

Presets findet ihr aber auch günstig und in großen Mengen auf Etsy. Dort habe ich zumindest mein aktuelles her. Um sie für eure Fotos zu verwenden, benötigt ihr nur die kostenlose Lightroom-App auf dem Handy, kopiert die Einstellungen des Presets und legt sie über euer Foto.

Farbschema

Auch durch ein Farbschema wirkt der Feed gleich zusammengehöriger. Hier könnt ihr zur Jahreszeit passende Farben wählen und im Herbst beispielsweise warme Töne aufgreifen. Dabei muss es nicht immer eine Farbe sein, ihr könnt auch variieren. Farblich passende Untergründe und Dekoration machen die Sache natürlich leichter, aber ihr könnt auch später in der Bildbearbeitung tricksen und bei Gegenständen, die farblich nicht wirklich passen, die Sättigung runterdrehen, während ihr die Blautöne kräftiger stellt – welche App sich dafür eignet, verrate ich euch etwas weiter unten.

Tipps Instagram Feed

@isi.reads sorgt durch die farbliche Gestaltung für einen harmonischen Feed

Strukturiere deinen Feed

Gerade wenn du nicht immer die gleichen Untergründe nutzen oder Innen- und Außen-Fotografien verwenden möchtest, kann es helfen, deinen Feed nach Art der Bilder zu strukturieren.
Im Fall von Bookstagram kann beispielsweise jedes zweite oder jedes dritte Foto Bücherregale enthalten, während die anderen eher hellere Untergründe nutzen und so weiter. Im Feed links wechseln sich so “normale” Buch-Fotos mit Zitat-Posts ab, rechts habe ich probeweise den Feed umgestellt und alle Regalfotos, die eher bunt gehalten sind, in die Mitte geschoben.

Tipps Instagram schöne Fotos

@bianca_iosivoni strukturiert ihren Feed, indem sie Fotos und Zitate abwechselt. Ich habe testweise alle Bücherregal-Fotos zentriert.

Die besten Apps für einen schönen Instagram-Feed

Es gibt etliche Apps, mit denen man Instagram-Fotos bearbeiten kann. Ich stelle euch im Folgenden meine vier Favoriten für Feed-Fotos durch – beim nächsten Mal folgen dann meine Lieblinge für Story-Inhalte. Lasst gerne ebenfalls Tipps für weitere Apps da.

VSCO

VSCO ist wohl die bekannteste App zur schnellen Bildbearbeitung auf dem Handy. Der Vorteil bei VSCO liegt auf jeden Fall an der einfachen Handhabung und der großen Auswahl kostenloser Filter. Ich habe VSCO selbst lange genutzt und mag es nach wie vor sehr gerne.

A Color Story

A Color Story nutze ich aktuell nicht, habe es aber letztes Jahr verwendet und mochte es echt gern. Neben Filtern kann man hier auch Lens Flares, Grains und ähnliches in die Fotos einbauen. Die Auswahl der Filter ist ebenfalls schön, auch wenn man diese kaufen muss und – ähnlich wie bei VSCO – nicht vorab testen kann, ob sie wirklich gefallen.

MyPics

Ich nutze MyPics, um vorab zu testen, ob ein Bild in den Feed passt. Früher habe ich hiermit auch Bilder vorgeplant und geschaut, an welche Stelle sie am besten passen und dann dementsprechend lange mit dem Posten des Fotos gewartet – das war superpraktisch und ist vor allem für die Planer unter euch geeignet. Momentan entstehen meine Fotos wieder tagesaktuell, aber selbst dann schaue ich vor dem Posten noch, ob die Bearbeitung stimmig mit den Fotos davor ist.

Snapseed

Snapseed kann ich mir bei der Bearbeitung meiner Fotos mittlerweile gar nicht mehr wegdenken. Hier erhalten meine Fotos immer den finalen Touch, wenn ich merke, dass die Helligkeit nicht ganz passt oder der Farbton sich leicht von den vorhergehenden Fotos unterscheidet. Snapseed erlaubt es, Bilder nur an einzelnen Stellen zu bearbeiten. Ich kann also die Sättigung einzelner Gegenstände hervorheben oder gezielt die Helligkeit hoch- und runterjustieren, wenn die Beleuchtung mal nicht so gut war.

Tipps Instagram Fotos Apps

Mit VSCO, Snapseed und MyPics lässt sich ohne viel Aufwand ein schöner Instagram-Feed gestalten.

Du musst natürlich nicht all diese Dinge beachten, um einen schönen Instagram-Feed zu erhalten. Selbst wenn du nur einen oder zwei Punkte befolgst, erzielst du bereits schöne Ergebnisse. Und wenn all das gar nichts für dich ist, dann wird Beitrag Nummer 2 interessanter für dich sein. Denn es gibt supererfolgreiche Accounts, die auf all das so gar keinen Wert legen und dafür umso mehr mit ihren Inhalten überzeugen.

Lass mir gerne Fragen und Feedback da.

Alles Liebe
Anabelle

8 Kommentare

  1. Avatar 31. Juli 2019 / 21:06

    Das sind sehr schöne Tipps, liebe Anabelle. Sehr gut finde ich auch, dass du “ästhetisch” statt “einheitlich” geschrieben hast. Bei Bookstagram ist es meiner Meinung nach noch nicht so schlimm wie im “klassischen” Instagram, wo gefühlt jeder dritte Feed exakt die selben Fotos enthält, aber auch beim Thema Bücher finde ich es schöner, wenn jeder seine eigene Ästhetik entwickelt.
    Liebe Grüße
    Ruth

    • Anabelle 1. August 2019 / 11:44

      Hallo Ruth,

      danke dir für das Feedback!
      Ja, das stimmt. Ich glaube, das liegt auch einfach daran, dass in unserer Nische eher selten Menschen fotografiert werden. Da fällt schon sehr viel an Retusche und Beschönigung raus. 🙂

      Liebe Grüße
      Anabelle

  2. Avatar 1. August 2019 / 7:50

    Hallo liebste Anabelle,

    Durch dich habe ich soeben “Snapseed” entdeckt und bin begeistert. Schon lange wollte ich eine gute App finden, die meine Bilder gut bearbeitet. Ich habe lange mit “Afterlight” gearbeitet und auch das ist eine sehr gute App. Dennoch finde ich, dass “Snapseed” einem viel mehr Möglichkeiten bietet.

    Vielen lieben Dank für all die tollen Tipps und Tricks.

    Liebste Grüße

    Anika ♥️

    • Anabelle 1. August 2019 / 11:43

      Hallo Anika,

      wie schön, das freut mich! 🙂
      Danke auch für das liebe Feedback.

      Liebste Grüße
      Anabelle

  3. Avatar 1. August 2019 / 17:33

    Ich bin zwar schon seit ein paar Jahren Teil von Bookstagram, habe aber erst vor ein paar Monaten angefangen richtig mit meinem Account „zu arbeiten“. Vorher habe ich nur schnell einen Schnappschuss der Bücher gemacht. Ich wohne in einer 1-Zimmer-Wohnung, habe meistens schlechtes Licht (weil die Deckenlampe quasi egal wo ich stehe, über mir hängt und hässliche Schatten auf meine Bilder wirft). Ich werde daher demnächst mal die von Dir empfohlenen Apps ausprobieren, vielleicht bekomme ich damit auch einen ästhetischeren Feed
    Alles Liebe und bleib so wie du bist ☺️

    • Anabelle 2. August 2019 / 15:18

      Liebe Jana,

      das klappt ganz bestimmt!
      Und selbst wenn nicht, Hauptsache du hast Spaß an Boosktagram. 🙂

      Liebe Grüße
      Anabelle

  4. Avatar 2. August 2019 / 19:04

    Hallo Anabelle

    Ich freu mich auf die Beitrags-Reihe! Instagram ist so eine interessante Plattform & ich finde unglaublich faszinierend, wie das alles funktioniert. Wir haben ja bereits am Dienstag darüber geredet, aber manchmal wünsche ich mir, dass ich früher angefangen hätte, das “ernst” zu nehmen.
    Aber wie du habe auch ich eine überdurchschnittlich hohe Engagement-Rate & das ist mir derzeit viel wichtiger als viele Follower.

    Herzlich & ein schönes Wochenende in Wien

    Josia

    • Anabelle 20. August 2019 / 8:05

      Hi Josia,

      und wie auch schon am Dienstag kann ich dir nur sagen, dass du ja bereits früh angefangen hast! 😀
      Ich hoffe, dir hat deine Zeit in Leipzig gefallen.

      Liebe Grüße
      Anabelle

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