Sprachen selbst beibringen: Mein Selbstversuch mit Norwegisch

Sprachen selbst beibringen: Mein Selbstversuch mit Norwegisch

Ich liebe Sprachen. Den ersten Kontakt mit Fremdsprachen hatte ich, bevor ich überhaupt richtig lesen konnte, indem mein Vater mir jeden Abend ein Wort auf Englisch beigebracht hat. Wir begannen mit ähnlich lautenden Wörtern wie House für ‘Haus’ und Cow für ‘Kuh’, doch recht schnell wollte ich immer mehr wissen. Ich fand es faszinierend, anderen Menschen in ihrer Sprache zu lauschen, nach und nach mehr zu verstehen und plötzlich auch die Bedeutung der Songs im Radio zu verstehen. Dirrty von Christina Aguilera fand ich aber trotzdem noch gut.

Im Laufe der Jahre wurde meine Liebe zur Sprache immer größer und seit ich mit dem Linguistikstudium begonnen habe, die Herkunft unserer Wörter und Sprache gelernt habe, ist es völlig um mich geschehen. Seit einigen Wochen versuche ich, mir selbst Norwegisch beizubringen. Es ist das erste Mal, dass ich eine neue Sprache von Grund auf selbst lerne. Und es unterscheidet sich stark von Sprachkursen oder dem eigenständigen Auffrischen einer etwas eingerosteten Sprache. Im heutigen Blogpost stelle ich euch einige Wege vor, wie ihr Sprachen selbst lernen könnt, und was die einzelnen Vor- und Nachteile dieser Mittel sind.

Duolingo

Ich dachte, ich nenne das Offensichtlichste direkt am Anfang: Duolingo ist wohl die bekannteste App, um kostenlos Sprachen zu lernen. Während sie sich zum Auffrischen und Üben bereits erlernter Sprachen ganz gut eignet, halte ich sie zum Neuerwerb einer Sprache für ziemlich schlecht. Wieso das so ist, hat Mark Twain in Die schreckliche deutsche Sprache gut zusammengefasst – sein Lehrbuch hatte offensichtlich eine ähnliche Herangehensweise wie diese App:

Zum Beispiel fragt mein Buch nach einem gewissen Vogel (es fragt immerzu nach Dingen, die für niemanden irgendwelche Bedeutung haben): „Wo ist der Vogel?“ Die Antwort auf diese Frage lautet – gemäß dem Buch –, dass der Vogel in der Schmiede wartet, wegen des Regens. Natürlich würde kein Vogel so etwas tun, aber ich muss mich an das Buch halten.
Mark Twain – Die schreckliche deutsche Sprache

Nach Wochen auf Duolingo konnte ich Fremden auf Norwegisch erklären, welches Bier mein Pferd in der Bar am liebsten trinkt, aber nicht sagen, wie ich heiße und wie es mir geht. Unsicher bin ich mir auch, was die Aussprache in der App angeht – ich nutze sie parallel für Gälisch, wo die Aussprache teilweise ziemlich falsch ist, was allerdings auch daran liegen kann, dass für die Sprache weniger Daten vorliegen.

Duolingo Norwegisch

Immerhin habe ich gelernt, wie ich mich als Feministin zu erkennen gebe.

Ein weiteres Manko ist für mich, dass man sich die Grammatik nach und nach selbst erschließen muss. Duolingo bringt einem recht willkürlich Wörter in noch willkürlicheren Sätzen bei. Bei Fehlern verliert man außerdem Herzen, die man sich durch Ingame-Geld (oder echtes Geld) wieder aufladen kann. Oder man wartet. Ein Vorteil ist jedoch, dass sie einen hin und wieder dazu auffordern, das Gelernte nachzusprechen und per Sprachaufnahme überprüfen, ob man mit der Aussprache richtig liegt. Gerade beim Selbstlernen finde ich das wichtig, da die Kommunikation mit anderen SprecherInnen komplett fehlt.

Insgesamt würde ich Duolingo eher empfehlen, um eine Sprache, bei der man bereits Grundkenntnisse – vor allem in der Grammatik – besitzt, zu erweitern oder aufzufrischen. Zum Erwerb einer neuen Sprache kann es höchstens unterstützend genutzt werden, nicht jedoch alleine.

Memrise

Memrise ist meines Erachtens die bessere Alternative zu Duolingo. Es ist ebenfalls kostenlos, wobei ich nach ein paar Wochen im Angebot ein Jahresabo für 30 Euro gekauft habe – einfach, weil mich die Werbung irgendwann nervte und man zusätzliche Funktionen nutzen kann. Memrise bietet nicht ganz so viele Sprachen an wie Duolingo, hat jedoch ebenfalls ein großes Angebot. Hier ist es nicht schlimm, wenn man sich vertippt oder ähnliche Fehler macht, es gibt keine Herzen, die man wieder aufladen müsste. Schwierige Wörter werden beim Üben einfach vermehrt abgefragt, sodass man sie irgendwann wirklich drauf hat.

Als ich von Duolingo zu Memrise wechselte, habe ich dann auch endlich gelernt, Small-Talk zu führen. Grammatik lehrt Memrise leider ebenfalls nicht, konzentriert sich dafür aber auf wichtigere Phrasen. Und – ein enormer Vorteil – es gibt immer wieder Videos mit MuttersprachlerInnnen, die das Gelernte vorsprechen, sodass man die Vokabeln in unterschiedlichen Dialekten hört und wirklich verstehen lernt.

Ein lustiges Feature, das im Urlaub sicher praktisch sein kann: Memrise hat eine integrierte Kamera-Funktion, bei der man die Linse auf Gegenstände hält und das passende Wort in der Fremdsprache erfährt. Macht man ein Foto, wandert dieses mit Übersetzung zu den Vokabeln.

Ich kann Memrise absolut weiterempfehlen, da es wirklich Spaß macht und wesentlich nützlichere Sätze lehrt als Duolingo. Für ein tiefgehendes Verständnis einer Sprache reicht es aber leider auch nicht.

Future Learn

Mein absolutes Highlight war dann die Entdeckung von Future Learn. Die Seite kann ich generell allen empfehlen, die Lust aufs Lernen haben – egal in welchem Bereich! Von Sprachen übers Programmieren bis hin zu Gender Studies ist hier alles dabei. Der Großteil der Kurse ist kostenlos. Möchte man nach Beenden des Kurses jedoch ein Zertifikat, zahlt man für ein Jahresabo zwischen 50 und 60 Euro.

Glücklicherweise gab es bei Norwegisch gerade einen Kurs und hier konnte ich dann endlich die Grammatik lernen. Es gibt Videos fürs Hörverstehen, Aufgaben, die man in den Kommentaren erfüllen muss und die von Professoren der Uni Oslo korrigiert werden, Phonetik-Videos für die korrekte Aussprache und Tests zwischendurch, um sein Wissen zu überprüfen. Dass man das Ganze mit vielen anderen Lernenden macht, steigert die Motivation ungemein. Neben Norwegisch gibt es auch Spanisch, Italienisch, Frisisch, Irisch und viele andere Sprachkurse.

Norwegisch selbst beibringen

Die Kurse bei Future Learn gehen über mehrere Wochen, in denen man sein Können zusehends erweitert.

Language Exchange / Language Cafés

In Leipzig hießen sie Language Cafés, hier in Cork nennt es sich Language Exchange, das Prinzip ist das gleiche: Man trifft sich mit anderen Sprachenlernenden in einem Café oder einer ähnlichen Räumlichkeit. Jeder erhält Aufkleber, auf die er seine Muttersprache, die Sprachen, die er sonst noch so spricht, sowie die Sprache, die er gerne verbessern würde, schreibt. Und dann wird losgequatscht. Am Anfang sind die Hemmungen immer noch recht groß, aber das legt sich schneller, als man meint, da alle aus genau dem gleichen Grund da sind.

Der offensichtliche Vorteil ist, dass man die Sprache hier anwenden kann und gezwungen ist, das Sprechen zu üben – etwas, das bei den Apps nur minimal zum Einsatz kommt. Darüber hinaus lernt man im Gespräch mit den MuttersprachlerInnen aber vor allem die Umgangssprache verstehen bzw. lernt die “echte” Sprache kennen, anstatt einer computergenerierten zuzuhören.

Tandem-Partner

Wer solche Cafés nicht vor der Haustür hat, kann Tandem-Partner zum Sprachenlernen auch online finden. Seiten gibt es zuhauf, ich nutze aktuell Open Language Exchange, bei dem man seine GesprächspartnerInnen entweder vor Ort auf einen Kaffee oder auch online bei Skype treffen kann. Ähnlich wie bei den oben genannten Events kostet das erst etwas Überwindung, lohnt sich aber wirklich so sehr, da man neben der Sprache auch noch so einiges über die Kultur eines Landes erfahren kann – und ganz nebenbei noch interessante Menschen kennenlernt.

Tipps zum Erlernen einer Sprache

1. Üben, üben, üben. Der kleine nervige Duolingo-Vogel sagt ab und an “15 minutes a day can teach you a language. What can 15 minutes of Instagram do?” Ein bisschen sassy, aber absolut wahr. Ich glaube, jeder kann sich ein paar Minuten am Tag freischaufeln und Übungen in der App machen oder ein YouTube-Video in der Sprache schauen, die man erlernen will.

2. Augen auf im Alltag. Ich lerne gerade unbewusst Irisch weiter, da auf allen Straßenschildern hier erst der irische Name und im Anschluss die englische Übersetzung steht. Dadurch inspiriert, schreibe ich nun Manchmal einzelne Wörter in meine Notiz-App und gucke diese abends auf Norwegisch nach. Wenn ich noch einmal an dem Ort vorbeilaufe oder beispielsweise noch einmal einen Mülleimer sehe (das heißt übrigens søppelbøtte – süß, oder?), dann rufe ich mir das Wort wieder in Erinnerung und lerne es so ganz nebenbei.

3. Lesen. Der Tipp war zu erwarten bei einem Buchblog, oder? Für Anfänger eignen sich Kinderbücher ganz hervorragend. Vielleicht findest du sogar eines mit deutscher Übersetzung.

4. Nimm das Lernen ernst. Damit meine ich, dass du dir feste Zeiten fürs Lernen einplanst und es zu einer Priorität machst. Ich nutze jeden Abend 15 Minuten vor dem Schlafengehen, da ich abends am besten Vokabeln lerne, und nehme mir dreimal die Woche etwa 40 Minuten, um tiefgehender zu lernen – aktuell mit Future Learn.

Sprachen selbst beibringen Memrise

Dank Apps wie Memrise ist es leicht, das Lernen täglich in den Alltag zu integrieren.

5. Hören. Falls du zufällig Englisch, Italienisch, Chinesisch oder Spanisch lernst, kann ich dir dafür Coffee Break von Radio Lingua empfehlen, eine Art Podcast zum Sprachenlernen, der bei Null beginnt. Ich habe es damals begleitend zum Spanischlernen genutzt und mich dadurch wirklich in meiner Aussprache verbessert. Sprich am besten alles nach, was die beiden im Podcast dir beibringen. Falls das nichts für dich ist oder du eine andere Sprache lernen möchtest, such dir ein Lied in deiner Sprache heraus und versuche nach und nach dessen Bedeutung zu verstehen. Irgendwann kannst du dann vielleicht mitsingen.

6. Finde jemanden, der mit dir lernt und übt. Das ist der größte Nachteil am eigenständigen Erlernen: im Gegensatz zu Kursen fehlen häufig die Gesprächspartner. Vielleicht findest du in deinem Freundeskreis oder auch auf Twitter aber jemanden, der auch gerade die Sprache deiner Wahl erlernt, und ihr könnt gemeinsam üben und euch in der Fremdsprache unterhalten.

7. Setz dir ein Ziel. Bei mir ist das, dass ich bald gerne mal nach Norwegen würde und mich dann mit den Menschen in der Landessprache unterhalten kann. Außerdem würde ich gerne ein Buch auf Norwegisch lesen. Vielleicht wollt ihr Le Petit Prince original auf Französisch lesen? Oder den Italiener um die Ecke überraschen, indem ihr die Pizza auf Italienisch bestellt? Die Schlagzeilen der türkischen Tageszeitung am Kiosk verstehen? Egal, was es ist, Ziele helfen euch, am Ball zu bleiben und eure Fortschritte beobachten zu können.

 

Welche Sprache würdet ihr gerne lernen? Und welche Mittel nutzt ihr dafür?
Ich bin gespannt auf eure Antworten! Und bis dahin, auf Norwegisch: Ha det bra!

Anabelle

15 Kommentare

  1. Avatar
    Mewa
    18. Februar 2019 / 19:05

    Ohh, was für ein perfekter Beitrag, ich habe mir gleich ein Lesezeichen für alle deine Vorschläge gesetzt und werd’ mich mal herumprobieren, mit welcher App ich am besten klar komme! Memrise sagt mir am meisten zu.
    Zurzeit lerne ich vertiefend meine Muttersprache Urdu kennen und einführend Arabisch und es ist wirklich toll. Während der Schulzeit hatte ich nie besonders Spaß am Sprachunterricht – einfach, weil mir Prüfungen und die Verpflichtung, etwas zu lernen, immer irgendwie die Bereitschaft genommen haben. Dabei liebe ich Sprachen einfach – durch sie lernt man auch die jeweiligen Kulturen besser verstehen, wie von innen heraus und nicht nur von außen. Das ist mir besonders als mehrsprachig aufgewachsene Person aufgefallen – so ist etwa die Common Language von meinem Herkunftsland zwar Urdu, aber meine Eltern kommen aus einem Bundesland, wo Punjabi gesprochen wird und damit kommen einige traditionelle und kulturelle Unterschiede innerhalb des Landes einher. Das wirklich Spannende daran ist, dass “Punjab”, said Bundesland, ein geteiltes zwischen Pakistan und Indien ist, heißt dass im gesamten Gebiet – mal dialektische Unterschiede ausgenommen – dieselbe Sprache gesprochen wird, die für den Rest der beiden Länder fremd ist. Es ist wie, wenn die Leute aus Salzburg Dänisch sprechen würden, ganz gleich ob im österreichischen oder deutschem Land ansässig.
    Hach, der Beitrag hat mich grad voll motiviert und wieder daran erinnert, warum ich Sprachen so liebe.
    Ich liebe ja auch unser weltweit sehr missverstandenes Deutsch sehr und find’s witzig, dass du da Mark Twain zitierst 😀 Ich habe mir eine ganze Liste für die nächsten – äh, für das nächste Jahrzehnt xD gemacht, mit Sprachen, die ich aus verschiedenen Gründen lernen, auffrischen oder vertiefen möchte, aber meinen liebsten Grund hast du tatsächlich auch genannt: Französisch lernen, um den kleinen Prinz original lesen zu können 😀 Ist es denn auch ein ganz spezielles Buch, dass du auf Norwegisch lesen möchtest? 🙂
    Ein wirklich toller Post! Ich wünsch’ dir viel Erfolg und Spaß mit dem Lernen!

    • Anabelle 18. Februar 2019 / 22:44

      Das klingt so so so toll, wirklich!
      Ich habe hier letztens im Café „Odinskind“ original auf Norwegisch für 2 Euro entdeckt und mir in den Kopf gesetzt, das zu lesen. Mal sehen, ob es klappt, aber ich mag Norwegisch wirklich sehr gerne.
      Mein Freund meine letztens, es klinge schrecklich, aber ich finde, wenn man Deutsch und Englisch kann, erschließt sich vieles wie von selbst.

      Falls du Memrise probierst, wünsche ich dir schon einmal viel Erfolg! 🙂

      Liebste Grüße
      Anabelle

  2. Avatar 19. Februar 2019 / 0:32

    Huhu 🙂
    Was für ein toller Beitrag! Ich liebe Sprachen ja auch (und habe überlegt, ob ich nicht doch noch etwas in Richtung Linguistik anfangen soll, habe mich dann aber doch dagegen entschieden). Von Future Learn wusste ich bisher noch nichts, aber das werde ich mir sicher noch genauer anschauen. Und vielleicht setze ich mich ja auch endlich mal wieder an Elbisch ;D
    Ich habe jetzt gerade wieder richtig Lust, mich ins Lernen zu stürzen, also: danke!! 🙂
    Liebe Grüße
    Katja

    • Anabelle 19. Februar 2019 / 11:25

      Hey,

      ich wollte gerade “Du lernst Elbisch?!” nachfragen, aber eigentlich überrascht mich das bei dir nicht. Total cool! 😀
      Aber lernst du nicht gerade sowieso Polnisch?
      Ich bin gespannt, welche Kurse du bei Future Learn für dich entdeckst. Viel Spaß auf jeden Fall! 🙂

      Liebe Grüße
      Anabelle

  3. Avatar 19. Februar 2019 / 6:55

    Toller Beitrag! Ich versuche zwar momentan keine Sprache zu erlernen, würde aber gerne mein Englisch verbessern, so dass ich irgendwann flüssiger Romane lesen und auch Filme auf Englisch schauen kann. Den Tipp mit den Kinderbüchern kann ich nur unterstreichen und das ein Lernpartner auch nicht verkehrt ist. Bei mir mangelt es dort häufig an Motivation.

    Ich übe aber regelmäßig indem ich eine englischsprachige Buch-App nutze (Litsy) und auch eine Brieffreundin in England habe.

    Für meine Vokabeln nutze ich Anki. Es ist so schön individuell und hat den 7-Phasen Lernrythmus (Die Prpfabstände von gekonnten Vokabeln wird immer größer). Dafür ist es einfach aufgemacht und gar nicht spielerisch. Wer so etwas wie die Eule als Motivation braucht hat verloren.

    • Anabelle 19. Februar 2019 / 11:24

      Oh, das mit der Brieffreundin ist ja toll! Nicht nur zum Lernen, sondern auch so. Ich vermisse das Briefeschreiben manchmal wirklich.

      Anki kannte ich noch gar nicht, danke für den Tipp!
      Ich wünsche dir viel Erfolg mit Englisch.

  4. Avatar 21. Februar 2019 / 11:08

    Hi liebe Anabelle,

    erstmal danke für diesen Beitrag. Ich selbst war in Englisch eigentlich immer sehr gut, bis ich es dann durch den Arbeitsalltag nicht mehr in Gebrauch hatte. Seit einiger Zeit nehme ich mir immer mal wieder vor, mich wieder hinzusetzen und anzuknüpfen, aber das grammatische fällt mir echt nicht leicht, weswegen ich dir sehr dankbar für die Tipps bin. Außerdem mag ich noch sehr Italienisch lernen. Ich werde mich mal durch die Apps probieren und schauen, was mir da am besten zusagt / helfen kann.

    Liebe Grüße, Stella

  5. Avatar 26. Februar 2019 / 17:33

    Liebe Anabelle,
    was für ein wunderbarer Beitrag! Ich habe mir zu Anfang meines Studiums vorgenommen Italienisch zu lernen, mir sogar einen entsprechenden Selbstlernkurs mit CDs gekauft, aber dann hatte ich nie die Zeit und auch nicht die Disziplin das länger durchzuziehen. Irgendwann kam mir auch der Gedanke, die kostenfreien Kurse der Uni zu nutzen, aber auch dort passte es zeitlich einfach nie. Dann hat meine Cousine einen Portugiesen geheiratet und ihr Kind wächst (nun schon seit anderthalb Jahren) zweisprachig auf und nun möchte ich das mit dem Sprachenlernen endlich in Angriff nehmen.
    Ich habe es schon oft versucht, wirklich, aber nach ein paar Wochen war bei mir immer die Luft heraus. Nun versuche ich es einmal mit dem von dir vorgestellten Podcast und der Future Learn-App, die klingen beiden wirklich fantastisch!
    Du darfst mir gerne die Daumen drücken, dass es endlich klappt! <3
    Ganz liebe Grüße nach Irland!
    Jennifer

  6. Avatar 26. Februar 2019 / 18:09

    Liebe Anabelle, ein toller Post.
    Ich hatte mit Duolingo angefangen Französisch zu lernen und dachte es liegt an mir, dass die Motivation nachlies. Das was Du dazu schreibst, empfinde ich ganz genauso. Ich werde mir jetzt auf jedenfall Deine Alternativen anschauen. Meine Tochter will gerne Finnisch lernen, mal sehen, ob da auch was für sie dabei ist.
    Liebe Grüsse
    Isabel

  7. Avatar 2. März 2019 / 10:49

    Hallo liebe Anabelle,

    wie super cool, dass du dir Norwegisch als Sprache ausgesucht hast. 🙂 Ich selber war mal einige Wochen beruflich in Schweden und ich liebe die ganzen skandinavischen Länder. Die Sprachen klingen alle richtig schön, wenn du mich fragst. Aber ich stelle mir das sehr schwierig mit dem Lernen vor.

    Ich selber probiere mich momentan bei Spanisch. Englisch fällt mir zum Glück recht leicht. Das schwierigste ist sowieso das Durchhalten und Vokabeln lernen. Ich finde es cool, dass du das machst! Sowieso hast du einen sehr schönen Blog. 🙂

    Liebe Grüße
    Sarah

  8. Avatar 18. März 2019 / 8:19

    Ich frische gerade meine brachliegenden Französisch- und Spanischkenntnisse auf und werde wohl auch irgendwann mein Russisch reaktivieren. Ich selbst bin von der Birkenbihl-Methode voll überzeugt, weil ich vor vielen vielen Jahren mein Englisch rein intuitiv damals auf die gleiche Art auf das heutige Niveau gebracht habe. Birkenbihls Sprachkurse gibts bei Linguajet mit App oder auch für den PC und funktioniert nach dem Prinzip des gehirngerechten Lernens, quasi wie wir damals als Kind das Sprechen überhaupt gelernt haben. Dabei liegt der Hauptfokus tatsächlich auf dem Sprechen und Verstehen einer Sprache. Das Schreiben ist eine andere Sache. Mein Ziel ist es, zumindest meine früher mal gelernten Sprachen auf ein Fließend-Sprechen-Können-Niveau zu bringen. Neu lernen würde ich gern Japanisch und Italienisch aber auch Lateinisch finde ich brutal interessant. Ach, eigentlich liebe ich so alle Sprachen. Ich find Sprachen toll.

    Danke für die ganzen App-Tipps. Da werde ich auch mal stöbern gehen.

    LG
    Grit

  9. Avatar 2. April 2019 / 13:10

    Na toll, jetzt muss ich mich doch dran setzen und Italienisch lernen 😉 Nein, Spaß beiseite! Vielen Dank für diesen inspirierenden und motivierenden Beitrag 🙂 Das Angebot der Apps, Websites usw. zum Sprachen lernen ist wirklich erschlagend und es ist toll, dass du so viele getestet und verglichen hast. Vielleicht kann ich meinen Mann ja motivieren, mit mir gemeinsam Italienisch zu lernen und im nächsten Jahr eine Rundreise durch Italien zu machen.

    Liebste Grüße
    Linda

  10. Avatar 24. April 2019 / 0:25

    Hallo Annabelle!

    Deine Tipps haben mir wirklich weitergeholfen. Ich gehe ab dem Sommer für ein halbes Jahr nach Norwegen, und habe vor kurzem angefangen schon mal etwas norwegisch zu lernen. Ich habe eine Brieffreundin, mit der ich immer auf norwegisch schreibe, was (dank Google Übersetzer) ganz gut klappt. Ich lerne auch für mich alleine, weil es bei mir in der Nähe weder eine Volkshochschule noch sonstige Sprachkurse gibt ( Dorfkindprobleme 😉 ). Future Learn hört sich wirklich praktisch an, das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

    Mange hilsener

    Tess

    • Anabelle 27. April 2019 / 13:44

      Hi Tess,

      wow, wie spannend! Machst du ein Auslandssemester? Wo genau geht’s denn hin?
      Ich wünsche dir auf jeden Fall eine tolle Zeit dort. Danach kannst du Norwegisch sicher fließend. 🙂

      Liebe Grüße
      Anabelle

  11. Avatar
    Isabel
    1. September 2019 / 13:42

    Heyho~

    Dein Post war wirklich motivierend und lehrreich für mich. Ich werde diese Tipps beherzigen und somit mein Englisch auffrischen und japanisch zu lernen.
    In Englisch habe ich das Problem, dass ich zwar keine Probleme habe englische Texte zu lesen und zu verstehen (sogar ins Deutsche zu übersetzen), allerdings habe ich sehr starke Probleme damit Englisch zu sprechen und akustisch zu verstehen. Wenn englische Lieder höre, verstehe ich vom Klang her die Wörter nicht, dasselbe gilt, wenn andere auf englisch reden. Ich verstehe die Wörter erst, wenn ich zum Beispiel die Lyrics des Liedes gelesen habe; dann kann ich die Wörter besser ausmachen. Diesbezüglich fällt mir dies in französisch oder japanisch leichter; vielleicht fällt mir die Bedeutung der Wörter nicht ein, aber ich kann sie auseinanderhalten während englisch für mich ein ineinandergewuscheltes Genuschel ist (warum auch immer). Wirklich gut sprechen kann ich auch nicht, aber ich bin gewillt dies zu verbessern.
    Japanisch möchte ich lernen, weil ich mich schon immer für die Kultur interessiert habe und einmal dorthin reisen möchte. Eine Schulfreundin von mir hat Japanologie studiert und hat ein Jahr in Japan verbracht – sie hilft mir dann dabei. :3

    Vielen Dank für diese tollen Tipps und ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg mit Norwegisch!

    LG Isii~

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