´Bücher abbrechen
Noch vor wenigen Jahren hätte ich gar nicht gewagt, diese Worte in den Mund zu nehmen: “Bücher abbrechen”. Das kam in meinen Augen vermutlich Aussagen wie “Schokolade wegwerfen” oder “freiwillig an der Tafel vorrechnen” gleich. Diese Einstellung hat sich, je mehr Bücher ich gelesen habe, jedoch nach und nach geändert und im Vergleich zu damals habe ich mittlerweile eine 180°-Wendung durchlaufen. Denn Bücher darf man nicht nur abbrechen, manchmal sollte man auch.
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_mg_6754Ich kann gerade selbst nicht ganz glauben, dass ich diesen Titel, diesen Beitrag überhaupt schreibe. Aber nachdem ich mich vorhin erst auf Twitter über den neuen Instagram-Fototrend aufgeregt habe und seitdem viel diskutiert wird, wollte ich auch hier kurz meine Gedanken loswerden. Vielleicht wisst ihr noch gar nicht, von was ich rede. In dem Fall: Seid froh. Wie es aussieht, folgt ihr Bibliophilen, die den Namen auch verdient haben. Ich bin in den letzten zwei Wochen allerdings über Fotos gestolpert, bei denen mir die Gesichtszüge entgleist sind. Nachdem Socksundays und verrenkte Beine in Bildern nicht mehr ansprechend genug sind, werden nun Bücher verbrannt, um Klicks und Likes zu generieren.
Ja, richtig gelesen.
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rainbowboooksIch erinnere mich daran, dass mein Papa in mein Freundschaftsbuch schrieb. Bei “Was ich hasse” stand ein Wort, das ich nicht kannte. Intoleranz. Ich erinnere mich daran, dass er sich die Zeit nahm, mir das Wort zu erklären.

Ich erinnere mich daran, dass meine Mama, die Bücher und Worte in mein Leben brachte, mir Lesestoff gab, in dem auch gleichgeschlechtliche Liebe eine Rolle spielte.

Ich erinnere mich daran, dass sie mir am Küchentisch sitzend einmal sagte, es mache keinen Unterschied, ob ich später einen Mann oder eine Frau mit nach Hause brächte.

Ich erinnere mich daran, dass das alles so einfach war. Einfach ist.

Und ich verstehe nicht, wieso es nicht überall so sein kann.

IMG_1812“Die Jugend und ihre Hobbys.”
So beginnt der Artikel von Oliver Jungen, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Kurz nach der LitBlog Convention, von der ich hier schon berichtet habe. Verlinken kann ich den Artikel leider nicht, da es ihn nur in der Print-Ausgabe gibt. Daher nur einzelne Ausschnitte, auf die ich näher eingehen möchte. Chronologisch, so wie sie mir entgegengesprungen sind.
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_MG_4777Klingt einfach, oder?
Und das war es auch mal, vor ein paar Jahren, als schwere Entscheidungen daraus bestanden, ob man Glumanda, Bisasam oder doch lieber Schiggy wählt. Heute ziert dieser Spruch etliche Wohnzimmerwände, begegnet mir auf Instagram und Pinterest und jedes Mal denke ich “Ja!”. Ja – und weiter?
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