Anleitung zum Glücklichsein

IMG_8652Am 20. März ist der Welttag des Glücks. Eine Tatsache, die mir bis vor kurzem nicht bewusst war. Ich wusste nicht einmal, dass es so etwas gibt, aber es gibt ja für so ziemlich alles Tage. Heute ist beispielsweise Weltkrokettentag! Da erscheint mir der Welttag des Glücks dann doch etwas sinnvoller.
Erfahren habe ich von diesem Tag, da lottoland gerade ein Gewinnspiel veranstaltet (weitere Infos hier), und dazu auffordert, von seinem persönlichen Stück vom Glück zu erzählen. Also dachte ich, dass ich genau das einmal versuche.

Momentan geht es bei mir ziemlich turbulent zu und gefühlt kommen die glücklichen Momente viel zu kurz. Was es umso wichtiger macht, sich die kleinen glücklichen Momente mehr ins Bewusstsein zu rufen. Dabei muss es um nichts Besonderes gehen. Ein Kaffee mit der Freundin, das Lieblingslied im Radio oder die Urlaubsplanung für die weniger stressigen Zeiten und die daraus entstehende Vorfreude darauf.

Da diese Gedanken mir also ohnehin im Kopf herumspuken und ich – mit etwas Glück – sogar noch etwas gewinnen kann, wenn ich sie ausformuliere, dachte ich, mache ich genau das einfach einmal. Eine Woche lang habe ich mir jeden Abend einen Punkt überlegt, der mich am Tag glücklich gemacht hat. Hier präsentiere ich euch also meine 7 Glücksmomente der vergangenen Woche. Vielleicht hilft euch etwas davon ja sogar weiter oder ihr erkennt euch in einem der Punkte wieder.
trenner_blog 22. Februar – Stau

Ja, ihr habt richtig gelesen: Stau. Fünf Uhr am Nachmittag, endlich Feierabend und dank einer Baustelle stand mein Bus im Stau. Die allgemeine Stimmung im Bus war jetzt auch nicht gerade das, was ich als glücklich bezeichnen würde, aber mich hat es riesig gefreut. Denn anders wäre ich garantiert nicht zum Lesen gekommen. Dank der Bauarbeiten an der Straße konnte ich hingegen Martin Suters Der Elefant beenden.

23. Februar – Lieblingsmenschen

Heute hat mich einfach gefreut, dass ich ungeplant viel zu lange mit meiner Mutter telefoniert habe. Gerade wenn man sich nicht so oft sieht, lädt so etwas die Batterien immer unheimlich auf. Dabei ist es egal, ob man sich mit Freunden auf einen Kaffee trifft oder einfach mal ein paar Minuten bei einem lieben Menschen anruft, um zu hören, wie es ihm geht.

24. Februar – Kleine Erfolge & Auszeiten

Natürlich gibt es auch Tage wie heute, an denen gefühlt so gar nichts laufen will. Es ist Freitag, alle unternehmen am Abend schöne Dinge und ich darf das fünfte Wochenende in Folge vor dem Laptop sitzen und an den Seminararbeiten schreiben. Wieder ein Wochenende, das flöten geht. Aber – getreu dem Blog-Beitrag – wollte ich trotzdem schöne Momente sammeln. Was genau dazu geführt hat: Ich habe nicht nur retrospektiv überlegt, was mich glücklich gemacht hat, sondern einfach beschlossen, eine Stunde später mit dem Lernen anzufangen und mich mit meinem Freund auf Kaffee und Kuchen zu verabreden. Es war wunderschön, eine kleine Alltagsoase und im Anschluss habe ich, obwohl ich weniger Zeit hatte, tatsächlich noch einiges geschafft bekommen.

Kuchen, Handbrotzeit25. Februar – Musik & verrückte Ideen

Ein weiterer, recht unspektakulärer Tag in der Bibliothek. Der auch unspektakulär geblieben wäre, gäbe es nicht so viele tolle Menschen, die einem (unbewusst) die Laune verbessern. Auf dem Rückweg von der Bibliothek kam mir ein freihändig fahrender Radfahrer entgegen. Die Hände hatte er nicht am Lenker, da er beim Fahren ein kleines Konzert auf seiner Gitarre gegeben und einfach alle, an denen er vorbeigefahren ist, zum Lachen gebracht hat. Das fand ich toll.

26. Februar – Disney-Magie

Okay. Heute ist es nicht überraschend, dass mich etwas glücklich gemacht hat, denn im Dezember habe ich für mich und meinen Freund Karten für Disney on Ice gekauft. Heute war es dann endlich so weit und es war so wunderwunderschön. Ich konnte das Lächeln wirklich gar nicht mehr abschalten und hatte gefühlt bei jeder einzelnen Aufführung Tränen in den Augen. Noch schöner als die Veranstaltung selbst fand ich aber die ganzen kleinen Mädchen, die sich alle in ihre Prinzessinnenkleider geworfen haben. Für mich war das Ganze ja schon magisch, aber für die Kleinen war das Erlebnis noch einmal doppelt so schön – schon alleine deshalb, weil sie in die Show mit eingebunden wurden und so zum Beispiel während der Darstellung zu Findet Nemo von den Akteuren in einem Boot über das Eis gezogen wurden. Also, falls ihr gerade schlechte Laune habt: Guckt einen Disney-Film und singt einfach mal ganz laut mit.

27. Februar – Ein kleines Stück Natur

Heute war ein guter Tag, obwohl auf dem Heimweg nicht so recht einfallen wollte, was mich an dem Tag bisher glücklich gemacht hat. Und dann ist mir irgendwann beim Laufen aufgefallen, dass die Vögel endlich wieder zwitschern. Wie schön die untergehende Sonne gerade durch die Bäume scheint. Wie angenehm warm es schon ist. Und dann hatte ich meinen Grund zum Glücklichsein direkt vor der Nase, ohne es vorher bemerkt zu haben.

28. Februar – Das Glücklichsein

Was mich heute glücklich macht? Das klingt vielleicht kitschig, aber gerade freue ich mich einfach, dass mich jeden Tag etwas glücklich gemacht hat. Und dass es mir jeden Tag einfacher viel, Dinge aufzuzählen. Am ersten Tag habe ich noch ziemlich überlegen müssen, aber ziemlich schnell sind mir selbst im Alltag, lange bevor ich mich abends hier an den Blog gesetzt habe, Kleinigkeiten aufgefallen, die mich gerade in dem Moment, in dem ich sie bemerkt habe, glücklich gemacht haben.

trenner_blogDas war es, mein kleines Glückstagebuch. Und ich glaube, ich werde es weiterführen. Mark Jaffe hat in Suitcase of Happyness an einer Stelle sein “Happy Jar” erwähnt. Er schreibt glückliche Momente ebenfalls auf, wirft sie in ein Glas und ein Jahr später liest er sich dann durch, was ihn im vergangenen Jahr alles glücklich gemacht hat. Die Idee ist eigentlich so simpel und doch so wichtig, denn oft misst man den kleinen Glücksmomenten viel zu wenig Bedeutung bei.

In der Überschrift stand so richtig schön reißerisch Anleitung zum Glücklichsein, dabei habe ich gar keine für euch. Weil ich nicht glaube, dass es sie gibt. Aber ich glaube, dass es das Glück gibt. Egal wie groß und egal, wo man es findet. Man muss nur ab und zu etwas genauer hinschauen, dann ist es da. Und wenn die Glücksmomente mal nicht da sein sollten, dann schafft man sie sich. Als ich den Blogbeitrag vor einer Woche angefangen habe, hatte ich noch keine genaue Vorstellung davon, wie er aussehen würde. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass zwischen Arbeit und Uni nicht wirklich viele Glücksmomente zu finden sein würden. Und dann waren sie doch da, egal wie klein. Und an den Tagen, an denen sie scheinbar nicht da waren, habe ich sie mir einfach selbst geschaffen (was in dem Glückstagebuch nicht rüberkommt, ist, wie oft sie etwas mit Essen zu tun hatten :D).

Also habe ich wohl gar keine Anleitung, außer: Augen auf. Und wenn selbst dann nichts da ist, könnt ihr euch immer noch auf die Suche machen und eure eigenen Glücksmomente schaffen.

Habt ihr ein Happy Jar oder könntet euch so etwas vorstellen? Welche Dinge machen euch so richtig glücklich?
Falls ihr es mir nicht nur in den Kommentaren verraten wollt, sondern einen eigenen Blogbeitrag schreibt, könnt ihr natürlich auch an dem Gewinnspiel teilnehmen.

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4 Comments

  1. 28. Februar 2017 / 19:34

    Toller Beitrag!
    Ich glaube, so ein Glückstagebuch kann echt glücklicher machen. Das merk ich mir mal und schreibe mir vielleicht abends mal Stichpunkte auf. 🙂

    Liebe Grüße

  2. 28. Februar 2017 / 19:41

    Schöner Beitrag! Das Glück kann in so vielen kleinen Dingen stecken!
    Mich hat gestern sehr glücklich gemacht, dass ich die Reise nach Krakau (allein *bibber* :D) gut überstanden habe und anhand der hundert Nachrichten, die seither bei mir eintrudelten, merke, wie vielen Leuten ich daheim fehle. Das macht schon glücklich. Ich habe mir auch ganz fest vorgenommen, die Augen weeeeit offen zu halten und jedes Fitzelchen Glück mit offenen Armen willkommen zu heißen. ♥ Manchmal gibt sich das Glück nämlich richtig Mühe, und wir sind einfach zu blind, um das auch zu sehen. 🙂

    Ich wünsch dir weiterhin viele glückliche Minuten, Stunden, Tage, einfach viele Glücksmomente, mit Herzensmenschen, grenzgenialen Büchern (und Staus! *hehe*) und Überraschungen, die dich happy machen. Danke für diesen schönen Beitrag!

    PS: Mich machen Korketten ja auch glücklich. Deshalb gönne ich ihnen ihren Ehrentag. 😀 *abkeks*

  3. 28. Februar 2017 / 21:32

    Schöner Beitrag <3 Ich führe dieses Jahr zum ersten Mal so eine Happy Jar und werde jede Woche ein Zettel voller positiver Dinger rein. Manchmal ust es mur der Titel eines Buches oder einer Person, manchmal eine detailiert beschriebene Person. An Silvester will ich mir dann alles durchlesen 🙂 Die Idee ist wirklich simpel, also versuche ich schön brav immer etwas aufzuschreiben, damit aich am Ende alles lächelnd lesen kann.
    Liebe Grüsse
    Julia

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