Dezemberblüten [12/12]: Stufen

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Frohes neues Jahr, ihr Lieben!
Ich weiß, ich bin etwas spät dran, aber ich hoffe, ihr hattest einen guten Start in 2017. Bei mir stehen aktuell einige Veränderungen an, auf die ich am Ende des Beitrags noch einmal zu sprechen komme. Zuerst zeige ich euch aber, was ich im Dezember gelesen habe und welche Bücher neu bei mir einziehen dürfen.

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365: Wenn die Masken fallen – Isabel Kritzer

Im Rahmen einer Blogtour habe ich Isabel Kritzers Debütroman gelesen – und bin nach wie vor etwas zwiegespalten. Das Thema spricht mich nach wie vor sehr an, die Umsetzung bzw. die Charaktere weniger, da ich mit ihnen einfach nicht richtig warum wurde. Falls euch das Buch interessiert, schaut gern bei meiner Rezension vorbei.

Das Frostmädchen – Stefanie Lasthaus

Das Frostmädchen habe ich vom Heyne-Verlag als Rezensionsexemplar angeboten bekommen. Leider war es für mich eine absolute Enttäuschung und ist somit auch auf die Liste meiner Jahres-Flops gewandert. Warum, könnt ihr hier nachlesen.

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Blackout – Marc Elsberg

Mein Hörbuch des Monats war dann Blackout. Das Buch liegt bereits seit über einem Jahr auf meinem SuB, aber ich kam einfach nie dazu es zu lesen. Audible sei dank, habe ich es dann einfach gehört. Und was soll ich sagen: Ich bin absolut begeistert. Und völlig verstört und paranoid. Ich musste das Hörbuch immer wieder pausieren, um meinem Freund mitzuteilen, dass wir nun wirklich einen Wasservorrat brauchen. Und diese Hamsterkäufe, für die unser werter Innenminister noch so belächelt wurde. Lest das Buch. Dann lächelt ihr nicht mehr. 😀
Nein, aber auch fernab meiner neuen Paranoia ist das Buch wirklich richtig gut geschrieben und führt uns auf erschreckende Weise vor Augen, wie abhängig wir Menschen eigentlich sind. Wie unselbstständig, sobald die kleinste Erfindung versagt, der Strom plötzlich ausgeht. Ich persönlich wusste gar nicht, wie viel wirklich an unserem Stromnetz hängt. Elektronik, Heizung, Wasser – Klar. Aber dass Atomkraftwerke plötzlich versagen? Nach wenigen Stunden Stromausfall? Vielleicht ist das naiv, aber das war mir wirklich so gar nicht bewusst. So wie vieles andere auch, was in dem Buch wirklich gut dargestellt wird. Von mir also definitiv eine Empfehlung! (Schafft schon einmal Platz für Wasserflaschen!)

Percy Jackson: Diebe im Olymp – Rick Riordan

Gemeinsam mit dem Books & Beyond Club habe ich den ersten Band der Percy-Jackson-Reihe gelesen. Die Reihe wurde mir schon mehrmals empfohlen, aber irgendwie habe ich mich nie so recht an ein Kinderbuch herangewagt. Völlig unbegründet, wie ich dann beim Lesen gemerkt habe. Trotz des großen Altersunterschieds konnte ich mich noch gut in die Charaktere hineinversetzen und Rick Riordans Humor ist einfach großartig! Außerdem hat es mir richtig gut gefallen, wie die griechische Mythologie in die Geschichte eingeflochten wurde. Ich werde die Reihe also auf jeden Fall weiterlesen!

Salt to the Sea – Ruta Sepety

Salt to the Sea wanderte dank der überzeugenden Rezension von Who is Kafka? in meinem Einkaufskorb. Ich kann euch nur ans Herz legen, ihre Besprechung zu lesen, denn damit ist eigentlich alles gesagt. In der Schule lernt man so lange so viel über die Zeit des dritten Reichs, zu viel möchte man meinen, wenn einem die ganzen Daten und Fakten schon aus den Ohren raushängen. Und dann gibt es da doch noch Geschichten, die einem völlig unbekannt sind. Über die geschwiegen wird. Dabei sind sie so wichtig! Salt to the Sea hat mich wirklich berührt, gerade auch in Hinblick auf das aktuelle Weltgeschehen. Noch dazu schreibt Ruta Sepety einfach wunderschön. Ich zumindest war wirklich dankbar, mein Lesejahr 2016 mit diesem Buch beendet zu haben.

Neuzugänge

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Weihnachten sei Dank durften einige neue Bücher bei mir einziehen. Von der wundervollen Laura von den Medienmädchen habe ich Begin Again erhalten und konnte es somit auch endlich lesen! Helix habe ich von Book Walk bekommen und freue mich schon riesig auf unseren Buddy Read! Den zweiten Teil der Blausteinkriege habe ich mir dann mit einem Gutschein geholt, den ich von einer Freundin zu Weihnachten bekommen habe. Außerdem habe ich bei einem Gewinnspiel von Das unglaubliche Bücherchaos den ersten Teil der Pan-Trilogie erhalten. Salt to the Sea ist das einzige Buch, das ich mir selbst gekauft habe, da ich nach der oben bereits erwähnten Rezension von Saskia einfach nicht anders konnte!

Ein einziges Mal bin ich noch schwach geworden, als ich die kleinen, schwarzen Ausgaben der Penguin Classics gesehen habe. Außerdem kostet ein solches Büchlein nur 1,40€! Wie soll man da denn bitte stark bleiben? Na ja, auf jeden Fall habe ich mir dann gleich fünf geholt und liebe sie! Die Gedichte und Aphorismen sind wirklich perfekt für die kleine Literaturdosis zwischendurch. Und ganz nebenbei sehen sie auch noch wunderschön aus.

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Stufen

Warum der Beitrag den Titel Stufen trägt? Zum einen, weil Stufen ein wunderschöner Text von Hermann Hesse ist und ich um den Jahreswechsel herum irgendwie immer wahnsinnige Lust auf Hesse bekomme. Gerade dieser Text passt aktuell auch einfach wieder wie die Faust aufs Auge. (Ich habe letztens gelesen, dass man Hesse nur in Jugendjahren lieben kann und seine Texte im “höheren Alter” dann lächerlich findet und sich für die Lektüre schämt – ich hoffe, das wird mir nie passieren!) Zum anderen, weil der Dezember für mich voller Stufen war. Sehr hohe, unebene, anstrengende Stufen. Und leider geht das im Januar auch direkt weiter – aber vielleicht ist das auch gut so. Wenn man weiterkommen möchte, sind gerade diese Stufen vielleicht nötig. Manchmal wünscht man sich zwar eine Rutsche, um einmal die Beine ausruhen zu können, aber Rutschen führen eben nur nach unten.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

Ich packe das mit in den Monatsrückblick, weil ich momentan sehr viel nachdenke über mich und auch darüber, wie ich meine Zeit am effektivsten nutzen kann. Gerade im Dezember schaut man ja auf der vergangene Jahr zurück. So viel auch über 2016 geschimpft wird: Für mich war es ein tolles Jahr! Ich habe so viele Dinge erlebt, so tolle Menschen gelernt – und das alles dank dieses Blogs. Umso blöder finde ich den Anlass für diesen Text, da ich 2016 so viel Zeit in den Blog investiert habe, es mit meinem momentanen Arbeitspensum aber leider (vorerst) nicht genauso weiterführen kann. Denn momentan arbeite ich zwar rund um die Uhr, aber offene Baustellen habe ich trotzdem an jeder Ecke. Und da manche dieser Baustellen eben einfach sein müssen (Arbeit, Uni und so), muss ich an anderen leider etwas kürzer treten. Deshalb wird es in den nächsten Monaten höchstwahrscheinlich etwas ruhiger auf dem Blog und meinen Social-Media-Kanälen. Ich werde natürlich weiter Beiträge schreiben und posten – das mache ich einfach viel zu gerne, um damit aufzuhören – aber es wird eben insgesamt etwas weniger werden.

LBC, Bastei LübbeGerade bei Instagram bin ich für die Fotos auf gutes Licht angewiesen, weshalb Fotos schießen momentan nur am Wochenende in Frage kommt. Im Endeffekt geht mit Fotografieren, aufs Handy laden, in VSCO bearbeiten etc. dann sehr viel Zeit drauf, die mir an anderer Stelle wieder fehlt. Das Gleiche gilt für YouTube, das ich ja sowieso nur nebenher mache. Es macht mir so unglaublich viel Spaß, aber leider fehlt gerade die Zeit. Hier kam ja eh nie so viel, weshalb man auf dem Kanal vermutlich gar keinen Unterschied merken wird. 😀

So viel nur zur Info, bevor sich jemand wundert. Mir tut es unendlich leid. Ehrlich gesagt auch ziemlich für mich – so egoistisch das jetzt klingen mag. Dieser Blog ist mein Ventil und all die Menschen, durch die ich dank ihm in Kontakt trete, bedeuten mir einfach wirklich eine ganze Menge. Deshalb hoffe ich auch, dass sich in dem ganzen Stress ganz schnell eine Routine einspielt und ich wieder mehr Zeit für mein Hobby finde, das mittlerweile so viel mehr als ein einfaches Hobby für mich ist.

2017 wird ein tolles Jahr voller Abenteuer. Ich freu mich drauf.
In diesem Sinn wünsche ich euch allen (verspätet) ein wundervolles neues Jahr, viele lehrreiche, inspirierende Erlebnisse und etliche Anlässe, die euch zum Lächeln bringen!
Habt ihr einen Neujahrsvorsatz? Oder braucht ihr für Vorsätze keinen festen Tag?

Alles Liebe
Anabelle

3 Comments

  1. 11. Januar 2017 / 17:14

    Aww, so nachdenklich am Anfang des Jahres.
    Als ich noch regelmäßiger auf meinem Blog geschrieben habe, habe ich gemerkt, dass diese erzwungenen künstlerischen Pausen unheimlich viel Wert sind für die Texte, die man produziert.
    Hab letztens gelesen – und es soll von Thomas Mann stammen, aber ich habe keine Ahnung, ob das stimmt – dass jeder Text im Grunde wie ein teurer Rotwein ist: je länger er reifen kann, desto besser kann man ihn dann genießen.
    Mach also die Pause auch für deine Leser! 🙂

    Cheers,
    Marcus

    • Anabelle 11. Januar 2017 / 17:18

      Lieber Marcus,

      wahre Worte. 🙂
      Allerdings mangelt es mir weder an Motivation noch an Lust – die Ideen stapeln sich mittlerweile wirklich –, nur die liebe Zeit mag mal wieder nicht. Aber da gilt vermutlich das Gleiche: Einfach warten, die Ideen weiter reifen lassen und bei Zeit dann niederschreiben. 🙂

      Liebste Grüße
      Anabelle

  2. 13. Januar 2017 / 11:44

    Liebe Anabelle,
    ich kann dich da gut verstehen, manchmal macht einem der Alltag einfach einen Strich durch die Rechnung.
    Und man muss ja schließlich auch gucken wo man selber bleibt, auch wenn der Blog ein Ventil ist und viel Spaß macht.
    Ich nehme mir auch manchmal kleinere Auszeiten, wo ich das Fotografieren und Schreiben mal sein lasse und “ganz viel nix” tu. Das muss ja auch mal sein.
    Bei dir kehren sicherlich auch wieder ruhigere Zeiten ein. 🙂
    2017 wird großartig!

    Liebste Grüße,
    Nicci <3

    PS. eine der besten Investitionen war definitiv meine Photo Box, dank der ich nun zu jeder Zeit Fotos machen kann.

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