OPUS: Der Verrat – Senta Richter

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Auf einen Blick

Titel: OPUS: Der Verrat*
Autorin: Senta Richter
Erschienen: 15. Juli 2016
Seiten: 296
Preis: 2,99€ (eBook)

Ich durfte das Buch kostenfrei vor der Veröffentlichung am 15. Juli lesen. Danke dafür an Senta Richter! 🙂

Warnung: Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil einer Reihe. In der Rezension lassen sich Spoiler zum ersten Teil also leider nicht vermeiden.


Inhalt

Wenn ich mir selbst schon nicht vertraue, wie kann ich erwarten, dass du – und alle anderen – mir vertrauen?

Die Begegnung mit Abel hat Milas Leben für immer verändert. Zwar hat sie zu ihrem Traum, eine berühmte Künstlerin zu werden, zurückgefunden, doch ihr Bruder Leo ist Vicos grausamem Plan zum Opfer gefallen.
Abel will alles dafür tun, um die vergangenen Geschehnisse rückgängig zu machen, aber dafür muss er mit Mila zu einer riskanten Reise aufbrechen – in seine Welt, in der die gigantische Firma OPUS regiert und jeden Menschen kontrolliert.
Bei OPUS angekommen scheinen jedoch alle Anstrengungen umsonst – bis Mila plötzlich eine unglaubliche Entdeckung macht, die alles infrage stellt…

Senta Richter ist meine neue Indie-Author-Queen

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Rezension zum ersten Teil, von dem ich ja auch schon sehr begeistert war. Der zweite Teil schlägt diesen noch um Längen!

Ich war schon zu Ende des ersten Teils sehr neugierig darauf, Abels Welt kennenzulernen. Von seinen Beschreibungen her handelt es sich dabei nicht um einen Ort, den ich gerne besuchen würde, aber dass Firmen Länder aufkaufen und Menschen sich diesen Firmen unterjochen (müssen), klang wahnsinnig spannend – und erschreckend. So war es dann auch. Die Autorin hat eine sehr komplexe und interessante Welt erschaffen, in der Menschen rational und immer zum Wohl der Firma handeln. Kunst, Bücher, Emotionen – das alles ist hier fehl am Platz. Zu ineffizient. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr Parallelen zu unserer jetzigen Welt konnte man leider erkennen. Auch in der realen Welt gibt es Firmen, die dabei sind sich ein Monopol zu errichten und somit immer mehr Macht auf die Gesellschaft und den Einzelnen ausüben. Welche Konsequenzen das haben könnte, zeigt OPUS auf.

Liebe und Menschlichkeit existieren nicht mehr. […] OPUS hat die Liebe getötet und durch Zahlen und Tests ersetzt.

Auch auf die Charaktere des Buchs haben die Kälte und Emotionslosigkeit dieser Welt natürlich Auswirkungen und auch hier ist es Senta Richter gelungen, die unterschiedlichen Figuren und ihre Handlungen glaubwürdig darzustellen. Auch wenn einige der Charaktere – scheinbar – kaltherzig handeln, kann man als Leser gut nachvollziehen, wieso sie es tun. Mich hat vor allem die Entwicklung von Mila und Abel beeindruckt und man erfährt nicht nur mehr über Abels Welt, sondern auch über seine Vergangenheit. Ein weiterer Pluspunkt für mich war die Beziehung von Mila und Abel. Sie wird nicht überromantisiert und ist zwar ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, diese würde aber auch noch sehr gut ohne sie funktionieren.

Weißt du, manchmal verschwenden wir viel zu viel Zeit damit, dem vermeintlich Perfekten hinterher zu jagen. Manchmal ist gerade das Unvollkommene – vollkommen.

Wie auch schon im ersten Teil lebt die Geschichte von Plot Twists und überraschenden Szenen. Nichts war vorhersehbar und genau dafür liebe ich die Autorin: Man kann immer miträtseln. Das war schon allein durch die Zeitreisen gegeben. Denn die wurden für die Geschichte geschickt genutzt und sorgten zusätzlich für Verwirrung, ohne dass sie die Geschichte unlogisch werden ließen.

Fazit

Endlich mal wieder eine Dystopie, die diese Bezeichnung auch verdient. Senta Richter hat zum einen ihre Charaktere großartig weiterentwickelt, zum anderen ein Zukunftsszenario erschaffen, das genauso erschreckend wie realistisch ist. Bei OPUS weiß man nie, was einen als nächstes erwartet und genau das macht dieses Buch so grandios. Ich habe ausnahmsweise mal gar nichts auszusetzen. Es hat riesigen Spaß gemacht, es zu lesen und es war so rasant geschrieben, dass man es an keiner Stelle aus der Hand legen wollte.

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