Juniblüten [06/16]

lesemonat, juni, queen of shadows, poznanski, die vernichtetenDa ist er auch schon wieder rum, der Lieblingsmonat – und es war ganz schön was los.
Im Juni sind so viele wundervolle Dinge passiert, ich habe tolle Menschen kennengelernt, neue Städte erkundet und wieder einmal bewiesen bekommen, dass die Buch-Community einfach die beste ist. Aber dazu gleich mehr. Außerdem kam ich wider Erwarten erstaunlich viel zum Lesen und stelle euch, wie immer, kurz meine gelesenen Bücher vor.

Lesemonat

Zugfahrten sei Dank habe ich diesen Monat ganze acht Bücher gelesen. Dieses Mal waren allerdings auch Bücher dabei, die mich nicht wirklich überzeugen konnten.

Queen of Shadows von Sarah J. Maas habe ich nun endlich, endlich gelesen. Letztes Jahr habe ich noch rumgejammert, da das Buch erst zwei Wochen nach Erscheinungstermin bei mir ankam, und jetzt, über ein halbes Jahr später, habe ich es auch endlich gelesen. Wie konnte ich nur so lange warten? Ich hatte beim Lesen einfach permanent Glücksgefühle, weil es so schön war, wieder bei den Charakteren zu sein. Andererseits hat es auch sein Gutes, denn nun sind es nur noch drei Monate bis der fünfte Teil Empire of Storms erscheint. Ich weiß nämlich nicht, wie ich eine längere Wartezeit hätte aushalten sollen!

Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh habe ich im Zuge einer Leserunde der Lesejury gewonnen. Der Hype um dieses Buch war und ist ja enorm, daher bin ich wohl mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch rangegangen. Meiner Meinung nach konnte es dem Hype nämlich nicht gerecht werden. Eine Rezension zu dem Buch folgt nächste Woche!

Pride and Prejudice and Zombies wollte ich eigentlich gemeinsam mit Frühlingsmärchen und Book Broker lesen, da der Film ja diesen Monat in die Kinos kam. Allerdings hat es keine von uns beendet und ich persönlich habe es schon nach ein paar Seiten abgebrochen. Ich habe vor kurzem ja erst Pride and Prejudice für die Klassiker-Challenge gelesen und war einfach enttäuscht, dass Seth Grahame-Smith gar keinen Eigenanteil mit in das Buch gebracht hat. Man findet den gesamten Text Jane Austens vor, der hier und da leicht angepasst und um Zombies ergänzt wurde. Ich kann das Buch leider gar nicht weiterempfehlen. Lest lieber das Original!

Mit Die Vernichteten von Ursula Poznanski habe ich endlich die Eleria-Trilogie beendet. Mir gefällt die ganze Reihe unglaublich gut, da sie in meinen Augen eine richtige Dystopie ist. Im Zentrum des Buches stehen die Missstände, Ziel ist es, diese zu beseitigen oder zumindest, die Gesellschaft zu verbessern. Keine große, epische Liebesgeschichte, die unsinnigerweise in einem dystopischen Szenario stattfindet, ohne auf dieses einzugehen (*wink wink, nudge nudge* Rise von Kim Nina Ocker).
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Die Kinder der Kirschblüte von Cardo Polar war ein Reread. Ich hatte das Buch schon im letzten Jahr gelesen und wollte nun, da bald der zweite Teil erscheint, noch einmal meine Erinnerung an das Buch auffrischen. Es gefällt mir nach wie vor und man hat es auch sehr schnell durchgelesen. Wer sich für die Reihe interessiert, kann hier vorbeischauen.

Die Autobiographie der Zeit von Lilly Lindner hat mich einfach überwältigt. Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und nie hätte ich gedacht, dass es mich so begeistert. Das Buch wird aus der Sicht der Zeit erzählt, die man bei ihrem scheinbar unendlichen Leben begleitet. Das Buch ist reine Poesie und hinter jedem Satz verstecken sich Allegorien, weshalb ich das Buch definitiv noch mehrmals lesen werde. Auch zu diesem Buch folgt noch möglichst bald eine Rezension.

The Martian Chronicles von Ray Bradbury war mein Klassiker des Monats und hier möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, da ich das am Montag schon getan habe.

Being Beastly von Jennifer Alice Jager hatte ich mir als eBook für die Fahrten geholt. Es war ein schönes Buch für zwischendurch, das, wie der Name schon vermuten lässt, die Geschichte rund um Die Schöne und das Biest aufgreift. Das gewisse Etwas hat mir leider gefehlt und stellenweise hat sich die Handlung ein wenig gezogen. Außerdem sind dem Lektorat leider ein paar Fehler unterlaufen.

Neuzugänge

Gemeinsam mit Book Walk und Who is Kafka? habe ich mir ein Buchkaufverbot auferlegt und mich ausnahmsweise mal daran gehalten. Das war aber auch nicht allzu schwer, da ich im Juni Geburtstag hatte und so doch ein paar Bücher zusammenkamen. Außerdem gab es bei der LitBlog Convention zu Beginn des Monats auch noch vier Bücher und so sind es letzten Endes viel mehr Neuzugänge, als ich gedacht hätte.

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The Radleys – Matt Haig
Meine Familie und andere Katastrophen – Jonina Leosdottir
Splitterfasernackt – Lilly Lindner
Der letzte Wunsch – Andrzej Sapkowski
Die Autobiographie der Zeit – Lilly Lindner
Ein einziges Geheimnis – Simona Ahrnstedt
Hausbesuche – Stephanie Quitterer
Der Tag, an dem ich fliegen lernte – Stefanie Kremser
Glück ist, wenn man trotzdem liebt – Petra Hülsmann
Ignite Me – Tahereh Mafi
Unravel Me – Tahereh Mafi
Menduria – Ela Mang
Nach einer wahren Geschichte – Delphine de Vigan

 

Filme & Serien

Ich hatte leider nicht wirklich Seit, Serien zu schauen, hab es aber zweimal ins Kino geschafft. Anfang des Monats waren wir in Pride and Prejudice and Zombies, das mir als Buch ja leider gar nicht gefallen hat. Beim Kartenkauf musste sich die Kassiererin schon ein Grinsen verkneifen, weshalb meine Erwartungen an den Film zum Glück auch nicht allzu hoch waren. Der Film war dann auch, wie eigentlich zu erwarten, recht trashig. Die Besetzung war aber immerhin top und wenn man ihn nicht zu ernst nimmt, ist er auch gar nicht so schlecht. Gut ist er allerdings auch noch lange nicht, weshalb man sich das Geld getrost sparen kann.

Außerdem waren wir in Me Before You. An diesen Film hatte ich ziemlich hohe Erwartungen, da ich das Buch geliebt habe und die Besetzung ja mehr als perfekt war – Emilia Clarke UND Sam Claflin! Besser geht es wohl kaum. Daher wollte ich auch unbedingt in die Originalvertonung – Lasst euch diese Stimmen nicht entgehen! Ich fand den Film dann auch wirklich großartig und falls ihr ihn euch anseht: Packt genug Taschentücher ein. Ich dachte ja, das Buch hätte mich vorbereitet, aber ich habe trotzdem mehrmals weinen müssen. Der Film war sehr nah am Buch, außer bei einer Stelle, die sie ausgelassen haben, die mir im Buch aber auch etwas komisch und Fehl am Platz vorkam. Von daher ist der Film wirklich klasse umgesetzt und nur empfehlenswert!

Offline

Im Juni standen zwei literarische Events an, auf die ich mich schon riesig gefreut habe. Zum einen die LitBlog Convention, die von Kölner Verlagen für Blogger veranstaltet wurde, und zum anderen das Literaturcamp in Heidelberg, auf dem sich alle möglichen Büchermenschen versammelt haben.

Die 1. LBC

Am 4. Juni fand in Köln die erste LitBlog Convention im Bastei-Lübbe-Haus statt. Es war wunderschön, all die anderen Büchermenschen (wieder) zu sehen. Wenn ihr mehr über die LBC wissen wollt, schaut doch mal bei meinem Blog-Beitrag oder hier unten beim Video vorbei, da erhaltet ihr einige Impressionen.

LitCamp Heidelberg

Die Woche darauf ging es nach Heidelberg zum Literaturcamp. Hier gab es Panels zu allen möglichen Literaturthemen. Sowohl für Blogger als auch für Autoren gab es spannende Dinge zu lernen. Falls euch interessiert, was so besprochen wurde, schaut mal auf der Seite des Literaturcamps vorbei. Über einige der Panels wurde ausführlich berichtet, sodass jeder auf das Besprochene zugreifen kann. Ich habe auch etwas geschrieben und zwar über die Session zur Professionalisierung für Blogs, bei der ich persönlich sehr viel lernen konnte. Wer einen Gesamteindruck vom LitCamp haben möchte, kann bei dem tollen Video von Who is Kafka? vorbeischauen.

Das LitCamp war mein absolutes Highlight im Juni, was schon was heißen mag, da ich in diesem Monat auch Geburtstag hatte. Es war so schön, so viele neue, interessante Menschen kennenzulernen, es gab etliche spannende Panels, so dass man sich manchmal gar nicht entscheiden konnte, welches man am liebsten besucht und darüber hinaus gab es eine gewaltige Prise Inspiration.

Online

Zuletzt habe ich noch einen Link für euch, bei dem ich einfach mal so frei bin, ihn zu teilen. 🙂
Die wundervolle Suse von Literaturschock, die auch das eben erwähnte Literaturcamp ins Leben gerufen hat, hat mir ein paar Fragen zu meinem Blog und zur Literaturszene im allgemeinen gestellt. Wer sich dafür interessiert, gelangt hier zu dem Interview. Außerdem findet ihr dort noch weitere spannende Gespräche mit anderen Buchbloggern.
cropped-Bildschirmfoto-2015-02-21-um-18.21.522.png Das war es jetzt aber auch. Was habt ihr im Juni alles erlebt, gelesen und gesehen?
Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in den Juli und hoffe ihr habt einen grandiosen Monat!

Alles Liebe
Anabelle

4 Comments

  1. 1. Juli 2016 / 23:02

    Toller Rückblick! Ein paar der genannten Bücher waren bereits auf meiner WuLi, oder sind jetzt drauf gelandet 🙂
    “Ein ganzes halbes Jahr” habe ich mir auch im Kino angesehen, ich bin ganz verliebt in Emilia Clarke als Lou. ❤

    LG Nicci Trallafitti

  2. 2. Juli 2016 / 20:05

    Servus liebe Anabelle,
    Wow, da hast Du sowohl eine stolze Menge an Neuzugängen zu verzeichnen als auch viele Bücher gelesen. 8 Stück kann sich ehrlich sehen lassen! Oh man, Dein Feedback zu Pride and Pejudice & Zombies ist echt nicht das, was ich lesen wollte 😉 aber es war zu befürchten … Leider. Ich werde mich wohl an Deine Warnung halten und das Buch – obwohl es schon in meinem Regal steht, nicht lesen. Das Original kenne ich schon. Den Film hätte ich im Flugzeug schauen können, war aber zu müde und bin nach dem ersten Zombie bereits eingeschlafen 😉 Vielleicht guck ich ihn an einem grauen Winterabend mal auf iTunes an.
    Me before you hab ich ja nie gelesen .. aber da Du so begeistert von dem Film bist, werde ich den sicher noch schauen … und natürlich genügend Tachentücher auf die Seite legen!

    Dir noch einen schönen Abend & LG
    Kati

    • Anabelle 3. Juli 2016 / 16:47

      Hey Kati,

      also wenn du es schon im Regal hast, dann lies trotzdem mal rein! Es sind zum Beispiel auch Illustrationen drin, die recht lustig sind: 🙂
      Ich hoffe, der Film gefällt dir genauso gut wie mir. Aber ich denke, das wird er allein wegen der Schauspieler schon!

      Ganz liebe Grüße
      Anabelle

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