Panels, Büchermenschen und mein Fangirl-Moment – die LitBlog Convention 2016

Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, fand am vergangenen Samstag die erste LitBlogCon in Köln statt. Veranstaltet wurde die Convention von den Kölner Verlagen Bastei Lübbe, Kiepenheuer und Witsch, Egmont LYX/INK und Dumont. Wie es mir gefallen hat und was meine Highlights waren seht ihr hier.

Eine genaue Übersicht über die verschiedenen Angebote, gibt es hier. Leider gab es zum Thema Bloggen keine Panels, was ich vom Namen der Convention her erwartet hätte. Trotzdem gab es einige spannende Veranstaltungen und vor allem der Kontakt zu den Autoren und Bloggern war großartig und noch einmal viel enger, als man es von Messen gewöhnt ist.

Der Fangirl-Moment

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Poppy J. Anderson hat in einem Panel über ihre Anfänge als Self-Publisheringesprochen und mich mit ihrem Ehrgeiz und ihrer offenen Art begeistert und motiviert. Nachdem sie schon im Self-Publishing enorm erfolgreich war, erscheinen nun zwei Bücher bei Bastei Lübbe.
Mein persönliches Highlight war es allerdings, Mona Kasten zu treffen. Mona ist ein unglaublich inspirierender, netter Mensch und sie hat bei der LitBlog Convention erstmalig aus ihrem neuen Buch Begin Again gelesen, das dieses Jahr im Oktober bei Egmont LYX erscheint. Außerdem hat sie ein wenig über das Booktuber-Dasein gesprochen und darüber, wie sie es schafft, ihren Traum zu verwirklichen. Mich persönlich hat ihre Art unfassbar inspiriert, da sie die Dinge anpackt, anstatt nur darüber zu reden, etwas zu tun. Sie ist bereit alles zu geben und dass das die richtige Einstellung ist, spiegelt sich in ihrem Erfolg definitiv wider. Genau wie Poppy hat auch sie den Weg von der Self-Publisherin zur Verlagsautorin geschafft und, ebenfalls wie Poppy, einen Vertrag über zwei Bücher.

Young Adult vs. New Adult

Auf die Veranstaltung “The Difference A Word Makes” möchte ich nochmal genauer eingehen, da ich hier am meisten Neues gelernt habe. Zum Beispiel lernte ich endlich den Unterschied zwischen Young Adult und New Adult und habe jetzt auch eine Begründung dafür, weshalb ich recht wenig aus den Genres lese. Spannend fand ich, wie viel hier in Schubladen gedacht wird, was die Sprecherinnen auch gleich zu Beginn zugaben. Young Adult begleitet die Protagonistinnen während ihrer Schulzeit und bei der ersten Liebe. Die Bücher richten sich an ein jüngeres Publikum, weshalb Sex hier auch keine Rolle spielen sollte. Im New Adult hingegen nimmt dieser eine sehr große Rolle ein. Außerdem geht es um die Selbstfindung und das Zurechtfinden im neuen, selbständigen Leben – an der Universität oder im ersten Beruf. Und ja, auch der Bad Boy darf natürlich nicht fehlen. Die Bücher sind also meist nach einem recht klaren Schema aufgebaut, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, dass ich mich relativ schnell daran sattgelesen hatte (Fantasybücher wie die ToG-Reihe, die ebenfalls in die Kategorie fallen, mal ausgenommen). Ich lese New Adult gerne mal “für zwischendurch”, hatte aber immer das Gefühl, dass sie sich nie sehr viel voneinander entscheiden und man nicht mit Überraschungen rechnen braucht. Das ist aber gar nicht negativ gemeint, da Bücher ja zur Unterhaltung dienen sollen und ich sie meistens zwischen die etwas schwerer zu verdauenden Bücher einschiebe.

Spannend war in dem Panel außerdem, wie viele Schritte es braucht, um das perfekte Buchcover zu finden. Am Beispiel von Zorn und Morgenröte konnten wir die Coverentwicklung beobachten und wenn man sich die sechs Vorgänger auf dem Foto so ansieht, ist das aktuelle wirklich mit Abstand das schönste.

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Der Weg zum perfekten Cover – © Philip Aschermann (Book Walk)

Philip von Book Walk stellte außerdem die Frage, wieso es scheinbar Pflicht ist, auf solche Cover ein Gesicht abzudrucken. Das habe ich mich auch schon oft gefragt, da mir persönlich künstlerisch gestaltete Cover viel mehr zusagen als Fotocover. Die Lektorinnen erklärten, dass es ihnen dabei vor allem um Emotionen ginge, die sie durch die Gesichter zum Ausdruck bringen wollen. Außerdem soll sich die Leserin gleich mit dem Mädchen auf dem Cover identifizieren können, was vor allem dadurch gelingt soll, dass man das Alter der Protagonistin gleich einschätzen kann, was durch andere Cover nicht gegeben ist.

Alles in allem war die erste LitBlog Convention also eine gelungene Veranstaltung, die im nächsten Jahr hoffentlich wieder stattfinden kann. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die Verlage und Sponsoren, die all das erst möglich gemacht haben. Das schönste an solchen Veranstaltungen ist für mich immer, die ganzen Gesichter hinter den Blogs zu sehen und kennenlernen zu dürfen. Deshalb würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn euch die Veranstaltung ähnlich gut gefallen hat oder der Beitrag so neugierig macht, dass ihr beim nächsten Mal auch vorbeischaut.cropped-Bildschirmfoto-2015-02-21-um-18.21.522.pngWer noch ein paar Eindrücke von der LBC sehen möchte, mit in die Panels schnuppern mag und wissen will, was in meinem Goodiebag drin war, kann im Laufe der Tage noch einmal hier vorbeischauen und sich das Ganze in Videoform ansehen. 🙂

6 Comments

  1. 7. Juni 2016 / 0:47

    Das klingt wirklich alles sehr interessant. Den Unterschied zwischen Young Adult und New Adult kannte ich schon, aber gerade die Coverentwicklung würde mich schon sehr interessieren. Dieses Mal war ich zum Termin leider schon verplant, darum stand es gar nicht zur Wahl, hinzufahren oder nicht, aber nächstes Jahr überlege ich es mir vielleicht mal 🙂
    Liebe Grüße!

    • Anabelle 8. Juni 2016 / 11:00

      Das würde mich sehr freuen, wenn es nächstes Mal klappt! 🙂

  2. 8. Juni 2016 / 16:46

    Ein sehr schöner Beitrag und vielen Dank für die Aufklärung bezüglich Young Adult und New Adult! Jetzt hab ich das auch endlich kapiert 😀 Ich hoffe sehr, dass ich im nächsten Jahr dabei sein kann (wenn es denn noch einmal stattfindet).

    Ganz liebe Grüße,
    Stephie

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