Per Anhalter durch die Galaxis – Douglas Adams

anhalterrezi

Auf einen Blick

Titel: Per Anhalter durch die Galaxis*
Autor: Douglas Adams
Verlag: Heyne
Erschienen: 2009 (erstmalig erschienen: 1978 als Radio-Komödie)
Seiten: 208
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Hier ist es, mein zweites Buch für die Klassiker-Challenge. Ich habe es gerade noch so im Februar beendet und hänge mit den Klassikern leicht hinterher, da bis zum 31. Mai schon sechs der zwölf Bücher gelesen sein sollen. Also halte ich mich besser mal ran! 🙂

Wieso stand das Buch auf meiner Liste? Was habe ich mir erwartet?

Jetzt sage ich mal was, wofür ich mich eigentlich schämen müsste: Ich habe den Film zuerst gesehen. Jap. Ich, die sonst immer alle Leute nervt, indem sie vorm Fernseher sitzt und Dinge wie “DAS war im Buch aber ganz anders” ruft oder einfach nur laut schnaubt, um Missbilligung auszudrücken. Welche Kulturbanausen sehen eine Buchverfilmung auch, bevor sie das Buch dazu gelesen haben?
Nun, ich bin nun eine von ihnen. Und es ist kein schönes Gefühl! Um mich wieder der Buchverfilmungen-kritisierenden-Elite zugehörig zu fühlen, wollte ich also das Buch lesen. Erwartet habe ich mir eigentlich nur, dass es mir gefällt, da ich den Film schon klasse fand.

Wurden die Erwartungen erfüllt?

Oh ja! Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den Film gesehen habe und er ist mir einfach als lustig in Erinnerung geblieben. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich jetzt das schriftliche Original vor mir hatte, oder daran, dass ich einfach ein paar Jahre älter bin: Die Geschichte ist mehr als nur lustig. Wahrscheinlich kann man alles mögliche zwischen den Zeilen lesen, total tolle Allegorien entdecken. Ich persönlich nahm das Buch einfach zum Anlass, mir mal wieder bewusst zu machen, wie absolut unwichtig all meine kleinen Problemchen sind. Denn im Endeffekt sind wir ein kleines Staubkorn im unendlichen Universum. Und ob jetzt eine Umgehungsstraße durch unser Sternensystem gebaut wird oder ein schwarzes Loch vorbeischaut – ich sollte mir weniger Gedanken über Dinge wie Geld oder die leicht ruinierte Wohnzimmerwand machen (IKEA-Regale halten nicht an Altbauwänden). Mit den Worten eines anderen Buchtitels: Letzten Endes sind wir dem Universum egal.
Die Überwartungen wurden also übertroffen. Das Buch war auf jeden Fall lustig und unterhaltsam – insbesondere dank Marvin, dem manisch depressiven Roboter – aber wenn man es zulässt, regt die Geschichte eben auch zum Nachdenken an. Und das war ja ursprünglich der Grund, weshalb ich an der Klassiker-Challenge teilnehmen wollte: Bücher lesen, die etwas hinterlassen. Über die man sich noch nach dem Lesen Gedanken macht.

“Ach, wissen Sie”, sagte Arthur nachdenklich, “all das erklärt mir vieles. Mein ganzes Leben hatte ich das komische, unerklärliche Gefühl, irgendwas ginge vor in der Welt, irgendwas Gewaltiges, vielleicht sogar Böses, und niemand könne mir sagen, was das sei.”
“Nein”, sagte der Alte, “das ist nur eine ganz normale Paranoia. Die hat jeder im Universum.”

Was ist das Besondere an dem Buch?

Es nimmt sich selbst nicht zu ernst. Wie eben schon gesagt, führt es einem vor Augen wie irrelevant vieles ist, das wir für so wichtig erachten. Es regt definitiv zum Nachdenken an, dabei bleibt die Sprache aber immer locker-leicht. Man kann sich über die einzelnen, teilweise philosophischen Ansätze sicherlich noch viel mehr Gedanken machen, als ich es getan habe. Aber gerade das ist das Besondere an dem Werk: Es überlässt dem Leser selbst, was er mit dem Gelesenen machen möchte. Wenn ich eine Sache für mich mitnehme, dann den Ratschlag, der sich durch das komplette Buch hindurchzieht: DON’T PANIC! Eigentlich ein gutes Motto für so ziemlich alles. Oh und natürlich, dass der Weltuntergang mit Handtuch im Gepäck halb so wild ist!
Wollt ihr noch einen ganz kitschigen Grund, weshalb das Buch für mich besonders ist? Da war einmal ein Mann, der mir eine Frage stellte, die ich nur mit “42” beantworten konnte. Mit diesem Mann bin ich nun seit über fünf Jahren zusammen. Hoffentlich nicht nur, weil ich mit dieser Antwort gepunktet habe, aber sicherlich auch deshalb. Wenn das mal kein Grund ist, das Buch zu lesen! 🙂

Fazit

Mir war gar nicht bewusst, dass das Buch der Auftakt einer fünfteiligen Reihe ist. Wahrscheinlich weil ich nur den Film kannte. Also habe ich noch vier Bücher vor mir. Das zweite steht bereits im Regal und wartet darauf, gelesen zu werden. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Sowohl als lustigen Zeitvertreib als auch, um über einige Feststellungen länger nachzudenken.

* Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-Link.

3 Comments

  1. 13. März 2016 / 17:10

    Ich habe die ersten drei Bücher vor gefühlt hundert Jahren gelesen und kann mich auch erinnern, dass ich besonders Marvin grandios fand! Ich muss die Reihe unbedingt nochmal lesen und dieses Mal auch beenden – sie ist einfach so unfassbar witzig, aber gleichzeitig auch teifgründiger, als es auf dem ersten Blick scheint. Den Film dazu habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gesehen, aber vielleicht mache ich das auch bald mal. 😀

    • Anabelle 14. März 2016 / 8:38

      Der Film ist auch echt gut gemacht, soweit ich das in Erinnerungen habe! 😀
      Ich nehme mir die nächsten Bücher auch auf jeden Fall vor. Hoffentlich kommt Marvin wieder darin vor. 🙂

      Liebe Grüße
      Anabelle

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