Advent, Advent: Das Fest der Liebe

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Einen wunderschönen vierten Advent, ihr Lieben!
Ich sage es zwar jedes Mal, aber die Zeit vergeht so schnell! Am Donnerstag ist Weihnachten! Das ist doch verrückt. Aber ich freue mich natürlich riesig und muss auch nur noch am Montag arbeiten. Dann wird der Koffer gepackt und es geht in die Heimat. 🙂
Die letzten drei Adventssonntage habe ich genutzt, um über Bücher zu schreiben. Meinen Flop, mein Highlight, das Buch, das mir die Weihnachtszeit versüßt. Ewig lange habe ich überlegt, worüber ich heute schreiben soll. Meine Buchwünsche? Besinnliche Zitate? Meine Reihen? Den unendlich großen SuB?
Letzten Endes habe ich beschlossen, das alles über den Haufen zu werfen und über etwas ganz anderes zu schreiben.

Wir bezeichnen Weihnachten immer als Fest der Liebe. Der Besinnlichkeit und Rückbesinnung auf uns selbst. Die Wahrheit sieht leider oft anders aus. Man jagt von einem Termin zum nächsten, klappert Freunde und Familie ab. Wird auch mal laut, wenn es beim Kochen und Backen nicht so läuft, wie es laut Anleitung eigentlich soll. Oder aber man stürzt noch einmal schnell in den Laden, weil man die Mascarpone vergessen hat – die ist übrigens jedes, wirklich jedes Jahr ausverkauft!
Wie auch immer, die meisten werden mir darin zustimmen, dass Weihnachten doch irgendwie mit Stress verbunden ist. Und zu einem gewissen Grad ist das, denke ich, auch okay. Aber trotzdem sollten wir uns die Zeit nehmen, einmal in Ruhe nachzudenken. Über uns. Wie mein Chef diese Woche so schön sagte: Wir haben den Blick immer nur auf die Zukunft gerichtet. Auf die Arbeit, die vor uns liegt, auf alles, was wir noch machen wollen. Dabei sollten wir ab und an den Blick auf uns selbst und auf die Gegenwart richten. Und dafür sind die Weihnachtstage im Kreise der Menschen, die einen am besten kennen, doch perfekt geeignet.

Was hat euch dieses Jahr bewegt? Ist etwas passiert, das euch verändert hat? Oder hattet ihr das Gefühl, dieses Jahr irgendwie stillzustehen? Wenn ihr euer momentanes Leben genau so noch die nächsten fünf Jahre führen müsstet – mit den gleichen Freunden, dem gleichen Job und dem gleichen täglichen Umfeld – wärt ihr glücklich? Oder ist der Gedanke eher unerträglich?

Und so wichtig es ist, Liebe auch mal auf uns selbst zu richten, sollte man darüber natürlich nie die anderen vergessen. Familie und Freunde werden vermutlich ohnehin beschenkt. Aber vielleicht kann man den Kreis zur Weihnachtszeit etwas erweitern und überlegen, wie man allgemein mehr helfen könnte. Vielleicht wird ein Neujahrsvorsatz ja, zuhause mal auszumisten. Alte Kleidung und Dinge an Obdachlosen- oder Flüchtlingsheime zu geben. Längst vergessene Bücher schön zu verpacken und an Freunde zu verschicken, denen sie vielleicht gefallen könnten (okay, ich gebe zu, das habe ich noch nie gemacht – weil Bücher). Sich endlich den Organspendenausweis zu holen, oder bei der DKMS zu registrieren. Fremden Menschen auf der Straße einfach mal ein Lächeln zu schenken. Ich persönlich glaube fest daran, dass es, in dem man anderen Menschen hilft, auch einem selbst besser geht.

Aber egal, was ihr während der freien Zeit tut, ich hoffe, ihr habt schöne Feiertage. Genießt die Nähe eurer Familie und die gemeinsamen Stunden. Schließt mit Dingen aus der Vergangenheit ab, plant Neues für die Zukunft – aber vor allem lebt immer mal wieder völlig in der Gegenwart.

Frohe Weihnachten! ♥
Anabelle

2 Comments

  1. 22. Dezember 2015 / 22:29

    Oh, das ist eine schöne Idee, den vier Adventssonntagen immer ein Thema zuzuordnen. 🙂
    Sehr schöner Text und so wahr!

    Ach, diesen Organspendeausweis wollte ich mir eigentlich schon längst geholt haben! Wie das immer so ist… Vorsatz fürs nächste Jahr. 😉

    • Anabelle 24. Dezember 2015 / 10:05

      Dankeschön! Und das ist mal ein schöner Neujahrsvorsatz! 🙂
      Frohe Weihnachten dir. 🙂

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