The School for Good and Evil – Soman Chainani

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Auf einen Blick

Titel: The School for Good and Evil*
Autor: Soman Chainani
Verlag: Ravensburger
Erschienen: September 2015
Seiten: 512
Preis: 16,99€

Inhalt

Auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen werden Jugendliche für ihre spätere Karriere in einem Märchen ausgebildet: als Helden und Prinzessinnen oder aber als Schurken und Hexen. Sophie träumt seit Jahren davon, Prinzessin zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen scheint mit ihrem etwas düsteren Wesen für die entgegengesetzte Laufbahn vorbestimmt. Doch das Schicksal entscheidet anders und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe …

Märchenstoff trifft auf High School

Ich liebe ja Bücher, die Märchenstoffe behandeln und The School For Good and Evil hat mich auch vom Inhalt her gleich angesprochen. Ich habe es in einer kleinen, privaten Leserunde gelesen und bin auch nur durch die anderen Mädels überhaupt auf das Buch gestoßen.

So sehr ich mich auch aufs Lesen gefreut habe, hatte ich etwas Probleme, in die Geschichte einzufinden. Das lag überwiegend daran, dass das Buch sehr überspitzt ist. Das war für mich, vor allem anfangs, sehr gewöhnungsbedürftig. Dann habe ich aber überlegt, dass das in Märchen ja eigentlich genauso der Fall ist. Prinzessinnen sind wunderschön, anmutig und warten lieber darauf, gerettet zu werden, als selbst aktiv zu werden. Während die Bösewichte und Hexen in Märchen immer als abgrundtief hässlich beschrieben werden und keinen Funken Gutes in sich tragen. Im Buch war das nicht anders und ich habe mich mit der Zeit an die Klischees gewöhnt, aber manchmal war es eben doch sehr übertrieben und wirkte auf mich zu stereotyp.

In der Leserunde waren wir uns auch alle einig, dass der Autor leider sehr überstürzt schreibt. Die Szenen wechseln sehr schnell, wirken teilweise leider nicht ausformuliert und abgehackt. Dadurch ging der Geschichte leider etwas an Charme verloren, da ich das Schulgelände und die Erlebnisse der Schüler eigentlich richtig interessant fand und mir etwas ausführlichere Beschreibungen darüber gewünscht hätte.

Only once you destroy who you think you are can you embrace who you truly are.

Eine weitere Sache aus der ich einfach nicht schlau wurde, ist die Freundschaft der beiden Protagonistinnen. Gleich zu Beginn werden sie als beste Freundinnen eingeführt. Doch die Freundschaft kam in meinen Augen einfach gar nicht gut rüber. Das wurde stellenweise besser, an anderen Stellen jedoch war es für mich dann leider wieder sehr unglaubwürdig. Da ich die Freundschaft von Sophie und Agatha nicht richtig nachempfinden konnte, haben manche Handlungen der beiden für mich wenig Sinn ergeben. Allerdings legte sich das mit der Zeit, in der man die beiden Mädchen besser kennenlernte.

Nichtsdestotrotz punktet der Autor durch seinen Humor und lustige Einfälle, die er in die Geschichte einwebt. Auch die Idee der Geschichte fand ich toll. Ich konnte mir die beiden Schulen sehr gut vorstellen und auch wenn die Charaktere eher stereotyp waren, überraschte die Geschichte doch mit ungeahnten Wendungen. Außerdem hat es mir richtig gut gefallen, auch mal einen Einblick in die bösen Märchencharaktere zu erhalten. Der Autor scheint sich gut mit Märchen auszukennen, denn er hat auch die dunkleren Seiten, wie beispielsweise die Strafen, die in Märchen vorkommen, beleuchtet.

Fazit

Bei LovelyBooks habe ich dem Buch drei Sterne gegeben und auch jetzt, nachdem etwas Zeit verstrichen ist, bleibe ich bei den drei Sternen. The School for Good and Evil war ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, aber ich habe mir etwas mehr erhofft. Ich bin mir noch unsicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde, aber neugierig bin ich nach dem offenen Ende auf jeden Fall!

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5 Comments

  1. 25. November 2015 / 14:32

    Hey Anabelle,
    Ich wollte das Buch eigentlich unbedingt haben, weil es so hübsch ist, aber bis jetzt habe ich nur so durchschnittliche und schlechte Rezensionen gelesen und werde es lieber lassen. Ich mag ja auch gerne gut durchdachte Beziehungen und einen roten Faden in der Geschichte. ^^ Ich glaube, dass die Bücher für eine jüngere Zielgruppe besser geeignet sind, also 13-16. 😉

    Echt, ich komm mittlerweile manchmal zu alt vor um gewisse Bücher zu lesen. Oh Gott, irgendwann muss ich dann auch mal richtige Literatur lesen, überspitzt formuliert. 😀
    Liebe Grüße aus Wien,
    Sarah

    • Anabelle 28. November 2015 / 0:15

      Hey Sarah 🙂

      ja, es ist definitiv an eine jüngere Zielgruppe gerichtet. Wobei ich das eigentlich auch gerne lese. Man muss ja nicht nur “richtige” Literatur lesen! 😀

      Ich geh jetzt endlich mal wieder bei dir stöbern.
      Habe ein schönes Wochenende. <3

      Anabelle

  2. 27. November 2015 / 19:23

    Huhu! 🙂

    Dieses Buch hatte ich auch schon oft im Auge. Sowohl im Original als auch der deutschen Übersetzung. Ich mag die Cover sehr und auch die Story klingt interessant. Leider habe ich bisher überwiegend negative, oder durchschnittliche Rezis gelesen, so auch deine. Die Zweifel, ob du dir Band 2 holst oder nicht, lassen mich da schon zweimal überlegen. :3 Na mal sehen, ich werd mir auf jeden Fall mal die Leseprobe auf den Kindle holen. 😉

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    • Anabelle 28. November 2015 / 0:14

      Hey 🙂

      Genau, da sieht man ja meistens schon, ob einem der Schreibstil gefällt! Und drei Sterne sind ja nicht schlecht. Ich hab vorher gar keine Rezensionen gelesen und bin mit riesigen Erwartungen an das Buch, es kann also auch daran gelegen haben. Sag auf jeden Fall mal Bescheid, wie es dir gefällt, falls du es liest.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Anabelle

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