Ursula Poznanski – Layers

layers

Auf einen Blick

Titel: (Affiliate Link)
Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erschienen: August 2015
Seiten: 448
Preis: 14,95€ (Broschiert)

Mein Dank gilt dem Loewe-Verlag und LovelyBooks für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Inhalt

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Die Wahrheit ist vielschichtig

Puh, okay. Wo fange ich an? Ich habe das Buch erst vor etwa einer halben Stunde beendet und wie immer hat Ursula Poznanski dafür gesorgt, dass ich am liebsten gleich mit allen Menschen, die mir irgendwie über den Weg laufen, darüber reden möchte. Allerdings sitze ich in Jogginghose daheim. Ergo, mir läuft niemand über den Weg und der Blog muss für den Anfang reichen. 🙂

Ursula Poznanskis Schreibstil ist einfach großartig. Das hat sie auch hier wieder bewiesen. Neben der Handlung sorgen auch ihre perfekt gewählten Sätze dafür, dass man immer weiter lesen möchte und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. So beginnt sie Layers beispielsweise mit dem folgenden Satz:

Er befand sich noch im Halbschlaf, trotzdem spürte er genau, dass der Hauch, der sein Gesicht streifte, kein Wind war.

Poznanski wirft den Leser mitten ins Geschehen und lässt ihn so schnell auch nicht mehr hinaus. Die Geschichte fliegt einerseits nur so dahin, da ständig etwas Aufregendes geschieht, andererseits vermisst man in ihren Schilderungen trotzdem kein Detail. Dass man einfach weiterlesen muss, schafft sie auch durch die Rätsel, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Damit hat sie mich schon bei der Eleria-Trilogie auf Trab gehalten. Dieses mal dachte ich jedoch, ich sei gewappnet! Also passte ich beim Lesen genau auf, dass mir keine Informationen und versteckten Hinweise entgingen, spann beim Blättern der Seiten etliche Verschwörungstheorien – und tappte, wie sich am Ende herausstellte, trotzdem im Dunkeln.
Genau dafür liebe ich die Autorin. Ich finde beim Lesen nichts schlimmer, als eine zu offensichtliche Handlung. Ihre Bücher hingegen haben mich bisher immer überrascht.

Kleine Mankos hatte das Ende dennoch für mich. Ohne zu spoilern kann ich leider nichts Genaues sagen, außer vielleicht, dass mir am Ende alles etwas zu schnell und glatt verlief. Zwanzig Seiten mehr hätte ich an dieser Stelle dann auch noch verkraftet. Machte das jetzt Sinn, ohne das Buch gelesen zu haben?

Da die Rätsel wie gesagt einen Großteil der Geschichte ausmachen, möchte ich auch nicht allzu viel zu den Charakteren sagen. Nur so viel: Die Wahrheit ist vielschichtig. 😉
Das spiegelt sich auch in den Figuren wider, die sich in kein Schema hineinpressen lassen. Es gibt kein Schwarz und Weiß und die Charaktere sind alle facettenreich gestaltet, sodass man ihre Motivationen gut nachvollziehen kann.

Was mich an diesem Buch außerdem begeistert hat, ist die Thematik. Dorian lebt auf der Straße und schlägt sich dort tagtäglich alleine durch. Die Schilderung der Probleme, die dann auf einen zukommen, wirkte wahnsinnig echt. Die Autorin hat sich nach eigenen Angaben auch viele Gedanken zu den Möglichkeiten bei einem Leben auf der Straße gemacht und das merkt man beim Lesen wirklich. Insofern hat mich das Buch auch zum Nachdenken gebracht. Wenn ich das nächste mal Sachen in die Altkleidersammlung gebe, werde ich auf jeden Fall sichergehen, sie neben den Container zu stellen. 🙂

Zuletzt wie immer ein paar Worte zum Cover. Das Cover, beziehungsweise die Aufmachung des Buches generell, gefällt mir sehr gut. Auf dem Foto oben kommt glaube ich der “3D-Effekt” des Buches gar nicht rüber. Auf jeden Fall greift die äußere Gestaltung den Inhalt des Buches wieder auf, was mir richtig gut gefällt.

Fazit

Ich hatte schon ziemlich hohe Erwartungen und wurde dennoch überrascht. Ich habe wirklich kaum etwas an dem Buch auszusetzen und hatte wahnsinnigen Spaß beim Lesen. 🙂

4 Comments

  1. 24. August 2015 / 14:37

    Bin eben fertig geworden und konnte nun endlich deine Rezension lesen! Hach ja, genau, wie schreibt man das nun, um nicht zu viel zu spoilern? 😀 Bin ganz deiner Meinung und auch total begeistert von dem Buch, auch wenn ich ähnliche Kritikpunkte habe wie du.

    Hach ja, freu mich schon, wenn wir uns das nächste Mal sehen und darüber diskutieren können. 🙂

    Liebe Grüße
    Laura

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