Montagsfrage: Unbeliebte Protagonisten

montagsfrage_bannerHallooo! Ich bin aus dem Urlaub zurück und es war wunderwunderschön.
Leider warten nun die letzten Hausarbeiten und Klausuren auf mich, aber bevor ich mich ans Lernen mache, beantworte ich lieber Buchfresserchens Montagsfrage. Tatsächlich deckt sich meine Antwort größtenteils mit der von Svenja.

Wie schafft es eine Hauptfigur, sich bei dir unbeliebt zu machen?

Ich mag keine schwachen Charaktere. Natürlich macht die Schwäche mancher Charaktere Sinn. So zum Beispiel bei Laia in Elias und Laia. Von einem Mädchen, das jahrelang in einem sie unterdrückenden Regime leben musste, erwarte ich nicht, dass sie alle auf sie treffenden Probleme gleich mit Bravour meistert. Allerdings möchte ich auch da eine Entwicklung sehen. Wenn der Charakter das ganze Buch lang einfach nur rumheult, ohne irgendwie voranzukommen, verliere ich schnell das Interesse. Auch bei Laia nervte mich das Geheule leider irgendwann und sie wirkte eher, als sei sie 13 statt 17.

Noch schlimmer sind aber Protagonistinnen, die meinen sie seien unabhängig und stark und dann all diese angeblichen Charaktereigenschaften in den Wind werfen, nur weil irgendein Kerl plötzlich auftaucht. Ich erinnere an Rise – Die Ankündigung. Damit man trotz des devoten, liebeskranken Verhaltens der Protagonistin nicht vergisst, dass sie ja eigentlich total tough ist, wird es in jedem Kapitel dann noch einmal extra erwähnt. Durch Rise habe ich mich zwecks Leserunde gequält, aber so etwas bringt mich normalerweise dann wirklich dazu, ein Buch abzubrechen.

Außerdem stört es mich oft, wenn der Leser viel mehr weiß als die Charaktere des Buches. Bei Liebesromanen zum Beispiel rätseln die Figuren hunderte Seiten lang über ihre Gefühle, obwohl sie eigentlich seit dem ersten Zusammentreffen schon mehr als deutlich sind – zumindest für den Leser. Generell mag ich es nicht, wenn Handlungsverläufe zu offensichtlich sind, was jedoch weniger mit den Protagonisten, sondern eher mit der Erzählweise an sich zu tun hat.

Zuletzt nerven mich Figuren, die sich ihre Probleme ständig selbst schaffen und Entscheidungen treffen, über die jeder normal denkende Mensch bereits im Kindesalter den Kopf geschüttelt hätte. Meistens ist diese Eigenschaft dann mit dem mir so verhassten Rumheulen verbunden und die Charaktere verstehen natürlich nie, wie sie in diese missliche Lage geraten konnten.

Was stört euch bei Hauptfiguren? Und welchen Buchcharakter könnt ihr überhaupt nicht ab?

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