Blogtalk am Wochenende: Von einem Mann, der sich bückt und die Welt verändert oder was ist eigentlich dieses Klout?

BlogtalkEin wunderschönes Wochenende wünsche ich euch!
Ich mache endlich mal wieder bei Buechernisches und Bookwalks Blogtalk am Wochenende mit. Es hat mir das letzte Mal schon richtig viel Spaß gemacht und ich freue mich, wieder teilnehmen zu können. 🙂

Offline-Geplauder

Mein Liebster und ich waren ja auf der GamesCom und es war wirklich gigantisch! Ich weiß gar nicht, ob ich das Gefühl, das ich beim Betreten der ersten Halle hatte, irgendwann einmal anständig in Worte fassen kann. Es hat wirklich all meine Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen. Jedenfalls haben wir auf der Heimfahrt nach Leipzig so ungefähr das Schönste und Bescheuertste überhaupt getan: Während wir gemütlich im ICE saßen, haben wir das stellenweise funktionierende Internet genutzt, um die Playstation 4 zu bestellen. Vorgestern waren wir dann Spiele kaufen und haben insgesamt diesen Monat also schon viel zu viel Geld ausgegeben.

ps4

Die Wochenendbeschäftigung steht. ♥

Dafür habe ich nun ein Wundermittel gegen das schlechte Gewissen nach dem Shopping gefunden: Spenden.
Denn das Schlimme daran, so viel Geld auf einen Haufen auszugeben, ist für mich weniger, dass ich dann nicht sparen kann. Geld anhäufen bringt meiner Meinung nach nur in den wenigsten Fällen wirklich etwas. Schlimm ist nur, wenn einem dann bewusst wird, was solch eine Summe für andere Menschen bedeuten kann. Wir wurden am Bahnhof von einem unglaublich netten Mädchen angesprochen, das für ein Kinderhilfswerk arbeitet. Die Organisation nennt sich “Plan” und setzt sich momentan beispielsweise gegen Kinderprostitution (die tatsächlich schon Mädchen im Alter von nur vier Jahren betrifft!) sowie Kinderarbeit ein. Wir unterhielten uns eine ganze Weile am Stand des Hilfswerks und dabei hat dieses Mädchen uns die Geschichte von einem ihrer Mitglieder erzählt, die ich so schnell wohl nicht vergessen werde. Und zwar ging es dabei um einen Obdachlosen, der, als einer der Wenigen, von selbst an den Stand der Organisation kam. Und zwar, weil er helfen wollte. Also bot er an, jeden Tag das Geld einer Pfandflasche zu sparen und für diese Kinder zu spenden. Auf die Frage hin, ob er sich das denn leisten könne, meinte er nur, das eine mal mehr bücken am Tag, kriege er dann auch noch hin. Wahnsinn, oder? Würden wir jeden Tag diese paar Cent zurücklegen, was würde es uns ausmachen? Richtig: Gar nichts. Aber jemand anderem könnte es das Leben retten.

Wenn solche Menschen, die selbst nichts haben, bereits sind zu helfen… Wieso tun wir, die eigentlich alles haben, es dann so selten?

Netzfundstücke der Woche

Ein Netzfundstück der Woche habe ich. Und ganz ehrlich? Ich hasse es.
Ich wollte mich, ahnungslos wie immer, bei der Frankfurter Buchmesse akkreditieren. Da ich ja keinen offiziellen Presseausweis habe, für keine Zeitung oder ähnliches schreibe, brauche ich einen Nachweis über meine Bloggerei. Na, kein Thema, dachte ich. Hahaha, ja genau. Die Frankfurter Buchmesse fragt bei der Anmeldung also nach meinem Klout-Account, um Aufschluss über meine Online-Tätigkeiten zu erhalten. Auch das kann ich vollkommen nachvollziehen. Sonst könnte ja schließlich jeder kommen.
Ich erstelle mir also auch gleich brav meinen Account auf der Seite, wobei mich die Funktion der Website ein wenig an Eggers’ “The Circle” erinnert. Aber egal. Ich verdränge die Gedanken an Eggers, Orwell, NSA und Überwachung einfach schnell. Ich  möchte ja schließlich auf die Buchmesse.
Nun erhält man bei Klout einen gewissen “Klout Score”, also sozusagen ein Ranking, das sich an deinem Einfluss im Internet orientiert. Der Haken an der Sache? Es interessiert sich nur für Twitter, Facebook, Instagram & Co. Ich habe keinerlei Möglichkeit, auf diesen Blog, um den es mir bei der Buchmesse ja hauptsächlich geht, aufmerksam zu machen. Dabei war der Sinn von Klout laut Frankfurter Buchmesse doch, dass sie auf diese Weise sichergehen wollten, dass es sich bei mir auch um einen aktiven Blogger handelt.
Nun ja, Instagram sei Dank habe ich nun auch ohne meinen Blog ein hohes Klout-Ranking erhalten. Aber ganz ehrlich? Ich finde das Ganze etwas lächerlich. Anscheinend ist Klout in den USA schon gang und gäbe und der Klout Score wird quasi mit dem Schulabschluss bei den Bewerbungsgesprächen erwähnt, aber ich hoffe wirklich, dass sich das in Deutschland nicht durchsetzt.

Kennt ihr Klout? Habt ihr ähnlich (paranoide) dystopische Gefühle, oder findet ihr die Seite ganz toll?

Mein Leseplatz im Sommer

Die liebe Sandra von der Buechernische stellte für diese Woche die Frage, wo man bei den sommerlichen Temperaturen am liebsten liest – Sonne, Schatten, oder vergeht einem die Leselust in der Hitze vollkommen?
Bei dieser Antwort kann ich mich ausnahmsweise einmal kurz fassen. Ich bin ein absoluter Sommermensch und lese deshalb sehr gerne in der Sonne – selbstverständlich mit Sonnencreme. 🙂
Sollte es mir zu warm werden, wechsle ich eben schnell in den Schatten. Die Lust aufs Lesen ist mir tatsächlich noch bei keinem Wetter vergangen. 🙂

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2 Comments

    • Anabelle 15. August 2015 / 18:07

      Hallo 🙂

      Ich bin nächstes Jahr auch auf jeden Fall wieder dabei! Dann auch länger.
      Ich muss erst mal warten, ob das mit der Akkreditierung jetzt auch klappt. Samstags bin ich aber auf jeden Fall dort anzutreffen. 🙂

      Liebste Grüße
      Anabelle

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