Walter Moers – Rumo & Die Wunder im Dunkeln

Rumo

Auf einen Blick

Titel: Rumo & die Wunder im Dunkeln (Affiliate Link)
Autor: Walter Moers
Verlag: Piper
Erschienen: April 2003
Seiten: 704
Preis: 12,99€ (Paperback)

Inhalt

Rumo – der Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär« – macht sich selbstständig und geht seinen Weg: Wie er kämpfen und lieben lernt, Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt und wie er schließlich auszieht, um das größte Abenteuer seines Lebens zu bestehen, davon erzählt das bislang spannendste, ergreifendste und komischste Werk von Walter Moers.

Meinung

Ich habe bereits mehrere Romane von Walter Moers gelesen. Dazu gehört auch eines meiner absoluten Lieblingsbücher: Die Stadt der träumenden Bücher. Von daher waren die Erwartungen an Rumo sehr hoch. Bei Rumo & Die Wunder im Dunkeln handelt sich um den dritten Roman, der in der Fantasywelt Zamonien spielt. Den kleinen Wolpertinger kannte ich schon aus Moers’ erstem Zamonien-Roman Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär.

Ich denke, man kann die Rezension gut mit einem Zitat von Rumo beginnen: “Das Schicksal ging seinen eigenen Weg und der war nicht immer der geradeste.”
Diese Aussage beschreibt einerseits Rumos Lebensweg, darüber hinaus aber meiner Meinung nach auch Walter Moers’ Schreibstil. Ich denke, man muss den Moers’schen Erzählstil mögen – ich persönlich liebe ihn. Der Leser erfährt neben der Hauptgeschichte über Rumo auch dutzende kleinere Geschichten über die anderen Charaktere des Romans sowie über zamonische Geschichte und wichtige Schlachten des Landes. Ich finde es einfach bewundernswert, wie genau Moers sich in seiner eigens kreierten Welt auskennt, dass er jeder noch so kleinen Romanfigur eine Geschichte und Persönlichkeit gegeben hat und es darüber hinaus schafft, all diese Geschichten auch noch sinngebend miteinander zu verbinden.

Je mehr Bücher man von ihm liest, desto besser versteht man auch Zamonien. So wurde in diesem Buch zum Beispiel an einer Stelle die Geschichte der Lindwurmfeste erzählt, die ich bereits aus dem eben genannten Die Stadt der träumenden Bücher kenne. Moers schafft es also auch seine einzelnen Bücher so miteinander zu verknüpfen, dass sie am Ende ein großes Ganzes ergeben.

Die Wesen, die man in Rumo am meisten ins Herz schließt, sind wohl die Wolpertinger. Mir gefiel der kleine Wolpertingerwelpe Rumo von Anfang an und es war spannend, seinen Werdegang im Buch mitverfolgen zu können. Interessant war auch, dass Rumo der Charakter war, der (so zumindest mein Gefühl) am wenigsten geredet hat. Er war der stille Beobachter, veränderte aber durch seine Taten die Welt und das Leben aller anderen.
Neben all diesen fantastischen Elementen ist Rumo jedoch auch eine Liebesgeschichte. Die Liebe ist es, die Rumo über sich selbst wachsen lässt und ihn überhaupt erst auf seinen abenteuerlichen Weg sendet.

Natürlich wäre es nicht Walter Moers, wenn man neben der grandiosen Geschichte nicht auch etliche seiner Zeichnungen finden würde, die mir persönlich wahnsinnig gut gefallen. Fast genauso gut wie Moers’ Spiel mit der Sprache, das er auch hier wieder auslebt – wenn auch nicht ganz so sehr wie in seinen anderen Romanen.

Ich kann das Buch also allen Moers-Liebhabern empfehlen und denen, die es gerne werden würden. Man muss vorher auch nicht Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär gelesen haben, die Figuren werden auch so ausreichend erklärt, sodass man Rumo auch als Einzelwerk verstehen kann.

2 Comments

  1. 21. Juli 2016 / 20:16

    Seinen eigentlichen Reiz zieht der Roman daraus, dass Moers mehrere Erzahlinstanzen einfugt, die genau diese Heldenrolle Rumos ironisieren.

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