Patrick Rothfuss – Der Name des Windes

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Auf einen Blick

Titel: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Affiliate Link)
Autor: Patrick Rothfuss
Verlag: Hobbit Presse Klett-Cotta
Erschienen: 2008
Seiten: 862
Preis: 24,95€ (Hardcover)
Gelesen: viel zu schnell 😉

Meine erste Buchrezension. Zu einem Buch, das direkt einen Weg in mein Herz gefunden und mich auf wundervolle Weise daran erinnert hat, dass Lesen das wohl schönste Hobby der Welt ist.


Der Name des Windes erzählt die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Magier seiner Zeit.

 

Mehr möchte ich zum Inhalt auch gar nicht sagen, da ich finde, dass jedes weitere Wort schon zu viel verraten könnte. Ich zumindest bin froh, andere Inhaltsangaben erst nach dem Buch gelesen zu haben, da sie doch schon sehr viel vorneweg verraten haben.

Der Name des Windes ist der erste Teil der Trilogie Die Königsmörder-Chronik. Es handelt sich um eine Art Biographie, in der der Leser Kvothes Weg zum Magier verfolgen kann.

Selten hat es ein Buch geschafft, mich so dermaßen mitfiebern zu lassen. Ich habe das Buch größtenteils zu Hause gelesen, was vermutlich auch gut war, da man mich sonst aufgrund meiner Mimik für verrückt gehalten hätte. Ich hatte an spannenden Stellen richtiges Herzklopfen. Ich litt mit Kvothe und freute mich für ihn. Das lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, dass Rothfuss seine Charaktere mit so viel Leben füllt, sie so gut konzipiert, dass man meint, sie wirklich zu kennen und Kvothes Leben tatsächlich mit zu begleiten.

Rothfuss schafft mit seinen Worten eine ganz eigene Magie und das bereits zu Beginn des Buches. So ist es nicht nur spannend geschrieben, sondern die Worte sind so gut gewählt, dass ich manche Seiten gleich mehrmals gelesen habe und selbst dann noch einen Post-it hinein kleben musste, um die Stelle notfalls noch einmal lesen zu können.

In 860 Seiten, die wie im Flug vergingen, lernte ich die Charaktere immer besser kennen – so gut, dass ich anschließend direkt in die Buchhandlung gelaufen bin und mir den nächsten Teil kaufen musste.

Ich kann also vollkommen in die anderen Lobreden mit einstimmen. Widersprechen würde ich anderen Rezensenten nur in dem Punkt, dass ich nicht denke, dass sich Der Name des Windes mit Tolkien vergleichen lässt. Überhaupt finde ich solche Vergleiche nicht besonders sinnvoll. Tolkien hat die Fantasywelt zwar erst geschaffen, aber alle anderen bauen sie aus – in alle möglichen Richtungen. Ein Vergleich ist meiner Meinung nach einfach vollkommen sinnlos. Schließlich vergleicht auch keiner Sophie Kinsella mit Jane Austen.

Jedem, der Der Name des Windes noch nicht gelesen hat, kann ich also nur dazu raten, das zu tun! Und möglichst nicht während der Klausurenphase – diese Buch macht süchtig.

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4 Comments

  1. 20. Februar 2015 / 12:43

    Wie schön, dass dein Blog nun online ist!
    Ich freue mich hier demnächst neue Einträge von dir zu lesen.
    Da hab ich nun eine gute Quelle mit schönen Buchrezensionen! 🙂

  2. 13. Juli 2015 / 10:17

    Ich finde es immer wieder toll, wenn ich sehe, wie andere Leser begeistert über P. Rothfuss Bücher schreiben. Ich bin da absolut deiner Meinung.

    Für mich hat das Buch eine ganz besondere Bedeutung. Einerseits habe ich es in englisch gelesen, als ich in Neuseeland war und konnte somit, weil Neuseeland neue Landschaften boot, besser darin versinken und mir die Landschaften irgendwie wie Neuseeland vorstellen. Andererseits hat es mich dem Lesen wieder näher gebracht. Ich hatte ziemlich lange eine Leseflaute und bin dann auf dieses Buch gestossen und seither möchte ich am liebsten nur noch mit der Nase tief in einem Buch stecken.

    Übrigens wird dir der zweite Teil genau so gut gefallen – wenn nicht besser! Rothfuss versteht es, seine Texte wie Gedichte klingen zu lassen und verzaubert mich immer wieder mit den tiefgehenden Dialogen zwischen den wunderbaren Charakteren!

    • Anabelle 13. Juli 2015 / 11:41

      Ich kann dir wirklich in allem zustimmen! Dieses Buch in Neuseeland gelesen zu haben, muss ja wirklich wahnsinnig toll gewesen sein. Ich möchte die Bücher auch unbedingt noch auf Englisch lesen! Da kommt seine melodische, poetische Sprache bestimmt noch besser zur Geltung.

      Die anderen Teile habe ich natürlich schon längst verschlungen und Musik der Stille auch. 🙂
      Ich kann es kaum erwarten, dass der dritte Band endlich auf dem Markt erscheint.

      Liebste Grüße

      Anabelle

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